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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 03/27/07
Location: D@rmst@dt
Posts: 1,129
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In der Werbung für FourThird wird der Begriff "fast telezentrisch" mE irreführend verwendet.
In der Optik spricht man von telezentrischer Abbildung, wenn enge Lichtbündel (Hauptstrahlen) parallel zur optischen Achse verlaufen (Einsatzgebiet: Messtechnik). 1. Ist meine Annahme richtig, dass bei genügender Schnittweite und Austrittspupille der Optik = Durchmesser des Sensors optimale Bedingungen erreicht sind, denn die Lichtsrahlen treffen dann zum größten Teil senkrecht auf den Sensor? 2. Ist meine Vermutung richtig, dass die Sammellinsen auf den Pixeln in ihrer Brennweite so abgestimmt sind, dass sie genau diesen Strahlengang zulassen und schräger einfallendes Licht nicht auf ihrem Pixel abbilden? Wenn ich mit diesen 2 Annahmen richtig liege, sollte es für FT belanglos sein, ob die digitalen Linsen "fast telezentrisch" optimiert sind oder man "alte" R-Objektive verwendet, solange der Durchmesser der Austrittspupille etwa gleiche Grösse (~21mm) wie die Sensordiagonale hat. Das würde aber auch bedeuten, dass z.B. ein Summilux (Austrittspupille ~30mm bei offener Blende) nicht alles Licht auf den Sensor bringt. Wer kennt sich da aus?
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Gruss, Joachim |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 02/25/08
Posts: 353
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Natürlich bringt das Summilux-R nicht alles Licht auf den FT-Sensor, da der KB-Bildkreis ja wesentlich größer ist, als der FT-Bildkreis. Die Leuchtdichte (Helligkeit pro Flächeneinheit) ist aber die gleiche wie bei KB. Deshalb bekommt man auch die gleichen Verschlußzeiten bei gleichen Blendenwerten.
Dieses ganze "Telezentrie-Geschwätz" ist meiner Meinung nach eher marketinggetrieben denn real. Immerhin bringt selbst ein Super-Angulon 21mm mit seiner ca. 10mm kleinen Hinterlinse noch eine sehr gute Abbildungsleistung ohne Vignettierungen der Ecken. Ich bezweifle nicht, daß es Probleme gibt bei sehr kurzen Auflagemaßen und kurzen Brennweiten, aber im Falle von FT hält sich das Problem in Grenzen. |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 09/25/02
Location: Europa
Posts: 5,743
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Dem ist nix hinzuzufügen, fast
Dieses telezentrische Ausrichten/Konstruieren des Systems hat immerhin den Vorteil, dass alle Optiken des FT- Standards, sofern sie sich daran halten (die Konstrukteure), den gleichen "Einfallswinkel" erzeugen. Zumindest innerhalb der festgelegten Toleranzen. Und damit lässt sich der FT-Sensor auch zuverlässiger und in engeren Toleranzverhalten mit den Mikrolinsen versehen. Von Vignettierung durch Linsenshift mal abgesehen. Hier ist FT auch im Vorteil. Die anderen Hersteller müssen hier wohl stärkere Kompromisse eingehen, zumal deren Optiken z.T deutlich unterschiedliche Einfallswinkel erzeugen. Dass die Leicascherben so erstaunlich gut mit den FT-Bodies zurechtkommen, liegt m.E. an der Tatsache der kleineren Nutzung des Bildkreises und möglicherweise die optimale Konstruktion der Optiken. Denn auch bei Filmnutzung ist m.E. eine telezentrische Ausrichtung vorteilhaft. Man handelt sich leichter beherrschbare Reflektionen ein, verhindern kann man sie ja sowieso nicht. Zusätzlich sind die Hinterlinsen der Leicascherben vergütet. Dies gilt nicht in jedem Falle für die älteren Linsen der Mitbewerber. C* warb mal mit digioptimierten Linsen. Da wurde m.W. "nur" die Hinterlinse anders gergütet. Last edited by hverheyen : 06/10/08 at 10:45 AM. |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 03/27/07
Location: D@rmst@dt
Posts: 1,129
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Danke,
das bestätigt meine Vermutung (qualitativ) aus der Sicht des Benutzers. Vielleicht äußert sich aber noch jemand, der mit solchen Konstruktionen (d.h. der Theorie) befasst ist.
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Gruss, Joachim |
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