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#41 (permalink) |
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Benutzer
Join Date: 03/02/07
Location: OE
Posts: 32
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Ich halte das für fiktiv, wie viele male ein Verschluss ausgelöst werden kann bis dieser halt nicht mehr funktioniert. Heute so wie damals wussten die Hersteller über ihre mittlere Haltbarkeit von Bauteilen. Das Federmaterial kann irgendwann brüchig werden, auch die Zugkräfte lassen nach. Der Vorteil ist unumstritten die Mechanik als solches, die wie schon angedeutet unter Schmierstoffverharzung leiden kann und wieder reparable ist. Gerade bei den Japanischen Optiken wird immer wieder beobachtet, dass Blendensektoren ausgeschlagen sind. Die Blendenlamellen sitzen nicht mehr mittig und das ist allein auf einer unzureichenden Konstruktion sowie Material zurückzuführen. Bei den Metallschlitzverschlüssen sieht es nicht anders aus. Sicherlich hat der eine oder andere neuwertige Klassiker, die nicht viele Betriebsstunden gelaufen haben. Nur das sehe ich nicht als Vergleichskriterium, da man eine Standfestigkeit erst nach hoher Nutzung einschätzen kann. Gerade die Japaner laufen hier nach hoher Nutzung nur noch klapprig und mehr schlecht als recht. Zwar vielleicht ein Dorn für andere, aber dennoch vergleichbar eine Kodak Retina Reflex. Hier hat man kaum mit ausgeschlagenen mechanischen Komponenten zutun. Hier ist die Schmierstoffalterung ganz klar im Vordergrund. Selbst in hohen maßen genutzt Retina Reflexmodelle laufen nach einer Reinigung der Verschlusses und der Spiegelmechanik wieder einwandfrei. Das kann ich von japanischen Kameras nicht gerade behaupten! Auch Leicaflex, ob groß dimensionierte Mechanik wie auch immer, läuft selbst nach Jahrzehnten nicht klapprig. Da sollte man sich doch überlegen, ob die Leicaflex und andere deutsche Kameras der Vergangenheit nicht doch etwas besser waren in der mechanischen Qualität. Zugegeben, die Deutschen haben den Zug verpasst, aber was sie vernünftig gebaut haben hat gehalten! Der Japaner hat mit technischen Gimmicks gelockt und viele haben es gekauft, nur was sich unter der Schaltwerkskappe abgespielt hat, war gewiss nicht immer gut.
Gruß Klaus ![]() |
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#42 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 11/04/06
Location: Köln
Posts: 1,185
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Zu der in #38 verlinkten SL (Verkaufsanzeige): Auch diese SL scheint noch keinen (Werks-) Service hinter sich zu haben. Jemand, des es wissen sollte, erzähle mir mal, dass die roten Kunststoff-Knöpfe zur Bajonett-Entriegelung routinemäßig gegen die späteren aus Metall getauscht wurden, wenn eine SL in Wetzlar oder später Solms auftauchte zum Service. Was nicht heißt, dass nicht ein anderer Anbieter die Kamera gewartet haben könnte.
Zur Haltbarkeit: Meine SL ist in einem Zustand, der auf Vitrinen-Leben schließen lässt, eine SL2 war 35 Jahre in Hand eines viel fotografierenden Amateurs, ist einmal gewartet, die andere SL2 hat ein derbes Leben im Profi-Betrieb hinter sich und dürfte sowohl Wetzlar als Solms öfters gesehen haben. Gemeinsam haben sie eine bis heute völlig einwandfreie Funktion. Ich sehe es auch so: Die deutsche Kamera-Industrie hat zwar den Zug verpasst, aber wirklich gute Mechanik produziert vorher. Mechanik kann halt lange halte, auch filigrane. Meine Zeit lese ich ab auf einer IWC von 1896, Gangabweichung ca. 20 Sekunden pro Woche... Freundlichen Gruß, Leonard Liese |
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#43 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 02/22/05
Posts: 169
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Quote:
"Die Japaner" gibt es genausowenig wie "Die" Deutschen. Es gab schauderhaft konstruierte Japanische Cameras, und auch Deutsche. Gottseidank hat der Markt (der gar nicht so "blöd" ist wie manche glauben) die meisten aussortiert. Ich habe schon klapprige Cameras in den Händen gehalten. Aber von den japanischen und deutschen Top-Herstellern, bloß sehr wenige. Vor kurzem habe ich ein Asahiflex Objektiv (ca. 1954) zerlegt dessen Blendeneinstellung nicht recht funktionierte. Es stellte sich heraus dass sie so, wie es zusammengebaut wurde, wohl noch nie funktioniert hat. Und da ich einen vergessenen Montagering darin fand, nehme ich an dass es noch nie zuvor geöffnet worden war. Mechanisch mittelmässig konstruiert, schauderhaft zusammengesetzt, aber optisch ganz okay (bei einem Dreilinser kann man auch nicht viel falsch machen). Dieses Erlebnis war für mich insofern interessant, weil ich zuvor einige jüngere Cameras und Objektive zerlegt hatte und man solchen Pfusch zumindest bei den Firmen Pentax, Canon, Nikon und Olympus in späteren Jahren nicht mehr findet. Die haben in kurzer Zeit sehr viel dazugelernt. Deswegen haben sie auch überlebt. Es gab ein Massensterben japanischer Camerahersteller Ende der 50'er, Anfangs der 60'er Jahre. Die meisten wurden allerdings von den "Großen" geschluckt. Ausser Nicca (die als Yashica weiterlebten) hat von diesen keiner wirklich "gute" Cameras gebaut... Die Leica III ist übrigens auch kein mechanisches "Wunderwerk" sondern eine recht einfach konstruierte Camera. Das trägt zu ihrem Charme bei. Trotzdem funktionell und sehr langlebig. Zwischen einer Leica III und einer Leicaflex SL liegen Welten. Dass es Hersteller gegeben hat die diesen Geräten, die die Grenze der Komplexität (und rentabler Produktionstechnik) schon längst erreicht hatten, auch noch mechanisch arbeitende Belichtungsautomatiken aufgesetzt hatten, ist eigentlich ein Irrsinn des Marktes, getrieben durch die "featuritis" der Käufer, die es wohl schon immer gab. Insofern war es wohl die blanke Not, die die Hersteller zwang, elektronische Steuerungen einzubauen, später dann Computerchips. Endlich wurde man dieses Übermaß an mechanischen Steuerungen los und die Cameras wurden, wie bekannt, wieder leichter, kleiner, zuverlässiger -- und preiswerter in der Herstellung. Auch wenn sie fortan Batterien nicht mehr nur für den Belichtungsmesser brauchten.
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http://www.taunusreiter.de/cameras Last edited by sonnar : 06/13/08 at 11:25 AM. |
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#44 (permalink) | |
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Posts: n/a
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Quote:
Grüße Wolfhard |
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