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Old 02/27/08, 09:17 PM   #1 (permalink)
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Drehwurm's Avatar
 
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Lächeln Glückstag / Mein Einstieg in die Leica-Welt

Hallo,

Heute ist irgendwie mein Glückstag. Aber immer der Reihe nach.
Erst möchte ich mich vorstellen. Mein Name ist Martin. Als Kind der frühen, geburtenstarken Jahrgänge bin ich auch schon etwas reich an Lebenserfahrung. Zu meinen bevorzugten Hobbys gehört die analoge Musikwiedergabe. Ich sammle Schallplatten und Plattenspieler der Marke Dual.
Vor gar nicht langer Zeit hatte ich für mich beschlossen die analoge Fotografie wieder aufleben zu lassen. Vielleicht ein bisschen aus Nostalgie oder aus einem verzweifelten Versuch das Rasen der Zeit zu „entschleunigen“. Genau Vorgestern hatte ich dann das Schlüsselerlebnis.

Ein Arbeitskollege bat mich in sein Büro. Dort öffnete er eine alte Phototasche und zeigte mir etwas, dass mich aus dem Staunen nicht mehr herauskommen lassen wollte. Eine meiner Meinung nach komplette Leica Fotoausrüstung. Zu diesem Zeitpunkt konnte ich es nur Ahnen und ich sagte ihm, dass er da wahrlich einen kleinen Schatz hätte und er bestimmt gutes Geld bekommen würde, wenn er sich von ihm trennen wollte. Da kam dann die zweite große Überraschung, denn er sagte er würde weniger an Verkaufen denken sondern eher an Tauschen.
Ja und so wurde ich Heute zum Gegenwert eines Plattenspielers Eigentümer einer traumhaften Fotoausrüstung.


1x Gehäuse Leica III f No. 722913
1x Gehäuse Leica I No. 104580

2x Elmar 1:3,5 35 mm
1x Elmar 1:3,5 50 mm
1x Elmar 1:4 90 mm
1x Elmar 1:6,3 105 mm
1x Hektor 1:4,5 135 mm

3 verschiedene Universalsucher und 1 Sucher für die 135 mm Brennweite
1 Selbstauslöser
Diverse Filter und Filterhalter
Leica Bereitschaftstasche und original Köcher
Beschreibung zu den Objektiven (datiert August 1933)
Agfalux Blitzgerät und mehrere Belichtungsmesser (mit Selenzellen und daher vermutlich nicht mehr korrekt funktionsfähig)

Zum technische Zustand

Die Gehäuse

Die Gehäuse sind unbeschädigt und original, benötigen aber eine umfangreiche Reinigung Das Vulkanit ist frei von Beschädigungen. Die Sucher sind eingetrübt. Die Verschlusstücher sind I.O. Der Verschluss funktioniert wobei die Verschlussgeschwindigkeit gefühlsmäßig nicht mehr korrekt ist. Alle beweglichen Teile sind durchweg schwergängig. Hier ist wohlmöglich das alte Fett verharzt.
Den Gesamtzustand würde ich für beide Gehäuse immer noch mit gut bewerten

Die Objektive

Durchgängig alle Objektive weisen Schlieren auf. Die Gewindeschnecken müssten gereinigt und neu geschmiert werden. Das heißt jedes Objektiv muss geöffnet werden. Vernickelte Teile sind leicht matt und müssen neu aufpoliert werden. Auch hier müsste sich eigentlich fast alles retten lassen.

Jetzt kommt meine entscheidende Frage an die Experten im Forum. Kann sich ein technisch versierter und feinmotorisch tauglicher Laie an eine solche Reparatur heranwagen. Ich muss betonen ich gehöre zu diesem Typ Leuten, die Teile genüsslich, stundenlang drehen und wenden können bis sie sich sicher sind deren Aufbau so weit ergründet zu haben, dass man sie gefahrlos zerlegen kann. Auch der Zusammenbau in der umgekehrten Reihenfolge hat bisher mit allen Sachen funktioniert.

Und zum Abschluss.

Ich will mit beiden Apparaten wieder fotografieren. Ein historischer Fotoapparat in einer Vitrine, der seine Bestimmung nicht mehr erfüllen kann ist wie genauso viel wert wie ein Oldtimer der nicht mehr fährt.
Attached Images
File Type: jpg IMG_1580klein.jpg (83.0 KB, 650 views)
File Type: jpg allgemein 002_klein.jpg (69.5 KB, 635 views)
File Type: jpg IMG_1576_Klein.jpg (78.2 KB, 635 views)
File Type: jpg IMG_1577_klein.jpg (71.2 KB, 631 views)
File Type: jpg IMG_1578_klein.jpg (66.8 KB, 630 views)
File Type: jpg IMG_1582_Klein.jpg (94.1 KB, 625 views)
__________________
Gruß

Martin
____________
Drehwurm is offline   Reply With Quote
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Old 02/27/08, 09:43 PM   #2 (permalink)
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liesevolvo's Avatar
 
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Hallo, Martin, erstmal Willkommen - und Glückwunsch! Wenn da an den Teilen was gemacht werden muss, ist auch der begnadete Bastler mit dem Latein schnell am Ende, es fehlt an Werkzeug etc.. Insgesamt sicher ein Fall für den lieben Herrn Reinhardt in Hannover. Muss ja nicht alles gleichzeitig gemacht werden

Vielleicht erstmal eine Kamera (die IIIf) und zwei Objektive in Ordnung bringen lassen, dann gucken, ob Du Spaß hast, dann peu-à-peu den Rest 'machen' lassen. Nix verkaufen!

Freundlichen Gruß, Leonard Liese
liesevolvo is offline   Reply With Quote
Old 02/27/08, 09:44 PM   #3 (permalink)
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Christoph123r's Avatar
 
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Default AW: Glückstag / Mein Einstieg in die Leica-Welt

Hallo und Willkommen im Forum Martin,

da hast du wirklich Glück gehabt.
Schön das jemand sich für die Technik interessiert, sie nutzen will und nicht in erster Linie "Dollarzeichen" sieht (wie möglicherweise manch andere Neuzugänge hier).

Zur Instandhaltung hatte ich mal hier ein Topic eröffnet, scheint prinzipiell zu funktionieren.
Die Frage ist, neben technischer Fähigkeit, ob man alle geeigneten Werkzeuge, Schmiermittel etc. zur Hand hat. Ansonsten ist Herr Reinhardt sehr zu empfehlen.

Viel Spass mit dem Material und ab in die Berge mit dem Elmar

Gruß,

Christoph
__________________
Leica M : für die Ewigkeit!
Pinkbike "Photo of the Day"

Christoph123r is offline   Reply With Quote
Old 02/27/08, 10:10 PM   #4 (permalink)
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Also, ich habe mindestens 3 Dual Plattenspieler zuviel. Wie wäre es mit einem erneuten Tausch ?
summitar* is offline   Reply With Quote
Old 02/27/08, 10:36 PM   #5 (permalink)
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Glückwunsch!

Es liegt eine harte Zeit vor Dir - aber es macht dir Spaß!

Martin
__________________
......& mit Film
MünsterM3 is offline   Reply With Quote
Old 02/27/08, 11:01 PM   #6 (permalink)
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Originally Posted by Drehwurm View Post
... zum Gegenwert eines Plattenspielers ...
das muss ich erstmal verdauen, und es muss geschrieben werden - wie gut dass noch ein Schluck Roter in der Flasche ist ...
EIN Plattenspieler? Ok, nichts gege DUal, aber ...

Gruß NO
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www.leicapages.org
... anderer Kaviar: www.exaktapages.com
Dr. No is offline   Reply With Quote
Old 02/27/08, 11:07 PM   #7 (permalink)
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Hallo Martin,

herzlichen Glückwunsch. Da bist Du ja reich beschenkt worden. Ist alles ein wenig angestaubt und wurde ordentlich benutzt, i.d.R kein Fehler.
Gut gefällt mir, dass Du da auch noch diverse passende Verpackungen hast, sowie diverses Zubehör, Sucher, Filter etc. - schön.

Dann viel Spaß beim Ausprobieren.

Gruß NO
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Dr. No is offline   Reply With Quote
Old 02/28/08, 12:56 AM   #8 (permalink)
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Quote:
Originally Posted by Dr. No View Post
das muss ich erstmal verdauen, und es muss geschrieben werden - wie gut dass noch ein Schluck Roter in der Flasche ist ...
EIN Plattenspieler? Ok, nichts gege DUal, aber ...

Gruß NO
Der Wert einer Sache ist immer relativ

Es war wirklich so. Und es war für beide Seiten zufriedenstellend. Welchen Wert hat die Ausrüstung für mich wenn ich sie nicht zu Geld machen will? Eben nicht mehr wie ein Plattenspieler, der jetzt wieder jemanden erfreut, weil er wieder seine alten Platten anhören kann.

Muss man etwas philosophisch betrachten. Bei einem Schluck Rotem geht das noch besser.
__________________
Gruß

Martin
____________
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Old 02/28/08, 01:21 AM   #9 (permalink)
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Rona|d's Avatar
 
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Ich hoffe für den Kollegen, daß der Plattenspieler in einem besseren Zustand gewesen ist! Auf den ersten Blick würde ich auf Korrosion bei den Leica-Teilen tippen (feuchte Lagerung). Da könnte das Equipment schnell ein wirtschaftlicher Totalschaden sein.

Viel Glück auf jeden Fall!
Rona|d is offline   Reply With Quote
Old 02/28/08, 02:19 AM   #10 (permalink)
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Die Auswahl der Linsen ist zumindest schon mal sehr spannend..

Die drei "Nickel" Teile im Hintergrund... ..gefallen mir sehr!..würde sofort meinen einzigen Dual abgeben!..(.habe sonst nur 124er...mit SME 3012...)

Die Gehäuse herrichten zu lassen kostet erst mal Geld...aber wenn du sie verwenden möchtest ein muss!...
Ich würde sie zu "Reinhardt" in Hannover schicken.....und wenn die Liebe zur Fotografie mit den Kameras erwacht ist, kannst du auch versuchen, die Optiken wieder zu beleben...

Grüße,

Jan
telewatt is online now   Reply With Quote
Old 02/28/08, 08:02 AM   #11 (permalink)
str
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Zunächst einmal Glückwunsch! Besonders interessant ist
das seltene 6.3/105, das sogenannte Bergelmar.

Der Wert der Sammlung ist grundsätzlich im Interent nicht
zu schätzen. Da fehlen einfach die Angaben und die
Anschaung.

Vermutlich sind die meisten Objektive nicht vergütet, so
daß eine Reinigung der Glasflächen viel schadloser möglich
ist.

Leider ist am Leica I Gehäuse eine fremde Synchronisation
angebracht. Man kann sie fast unischtbar entfernen lassen,
aber Vorsicht, falls am Bedendeckel die Lichtabdichtung
duch den Kontakt verändert worden ist. Sie müßten nach
dessen Entfernung wieder angebracht werden. Das in der
Belederung verbleibende Loch kann mit Wachs angeglichen
werden.

Ob die Cameras wirklich zufriedenstellend funktionieren, kann
nur der Fachmann feststellen. Herr Reinhardt wurde schon
genannt. Auch der Leica Customer Service in Solms käme
in Frage. Die Objektive allerdings macht der CS nicht mehr,
wohl aber noch immer Herr Reinhardt. Das 3.5/50-Elmar
allerdings läßt sich leicht selbst gängig machen und fetten.
Das muß nicht zum Fachmann, wenn es nicht innen trübe
ist.

Ich würde weder an die Cameras noch an die andern Objektive
selbst herangehen, es sei denn es wären die Werkzeuge
vorhanden, auch um die Entfernugnseinstellung von Camera
und Objektiven zu überprüfen. Vielleicht sind in der IIIf die
Spiegel für die Entfernugnsmessung beschlagen. Ob sich
das wieder vollständig beseitigen läßt?

Die Dinge für den Gebrauch wiederherzurichten übersteigt weit
den Tauschwert fur einen Dual.

Freundlichst
str.



str.

Last edited by str : 02/28/08 at 08:12 AM.
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Old 02/28/08, 08:09 AM   #12 (permalink)
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Schöne Sammlung, nutze sie auch!

Passt irgenwie dazu:

meine beiden Neuzugänge:

harmonieren bestens mit Kuzma Stabi/Stogi

Höre momentan seeehr wenig CD...
Attached Images
File Type: jpg ACE L.jpg (30.7 KB, 566 views)
File Type: jpg pp1.jpg (17.5 KB, 564 views)
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"Ceterum censeo, digitalem esse delendam"
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Old 02/28/08, 09:40 AM   #13 (permalink)
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Drehwurm's Avatar
 
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Originally Posted by str View Post
Zunächst einmal Glückwunsch!

....

Leider ist am Leica I Gehäuse eine fremde Synchronisation
angebracht. Man kann sie fast unischtbar entfernen lassen,
aber Vorsicht, falls am Bedendeckel die Lichtabdichtung
duch den Kontakt verändert worden ist. Sie müßten nach
dessen Entfernung wieder angebracht werden. Das in der
Belederung verbleibende Loch kann mit Wachs angeglichen
werden.

...



Freundlichst
str.



str.
Vielen Dank,

damit wäre bereits eine noch nicht gestellt Frage umfassend beantwortet. Die Abweichung zu den Bildern, die ich vom Model I im Netz gefunden hatte, ist mir nämlich auch bereits aufgefallen.

Die Bodenplatte erscheint mir ohne bauliche Veränderung, zumindes ist sie identisch zu der des Models IIIf. Ob ich zum Rückbau tendiere weiß ich noch nicht. Diese Kamera ist alt und sie hat eine Lebensgeschichte. Die beinhaltet eben auch einen Umbau. Ich werde sie erstmal so belassen wie sie ist, denn auch ein Rückbau wird sie nur bedingt wieder in einen Orignalzustand versetzen.

Ich bin mir bewußt, dass so eine Einstellung in Sammlerkreisen für konträren Diskussionsstoff sorgen könnte.
__________________
Gruß

Martin
____________
Drehwurm is offline   Reply With Quote
Old 02/28/08, 09:47 AM   #14 (permalink)
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Originally Posted by Drehwurm View Post
Vielen Dank,

...
Ob ich zum Rückbau tendiere weiß ich noch nicht. Diese Kamera ist alt und sie hat eine Lebensgeschichte. Die beinhaltet eben auch einen Umbau. Ich werde sie erstmal so belassen wie sie ist, denn auch ein Rückbau wird sie nur bedingt wieder in einen Orignalzustand versetzen.
...
Das finde ich als die richtige Einstellung.

Als Architekt werde ich öfters mit Fragen zur Geschichte von Häusern konfrontiert und meiner Meinung nach ist ein Rückbau auf einen Ursprünglichen Zustand meist der Falsche Weg!

lg

Karsten
Lichtmaler is offline   Reply With Quote
Old 02/28/08, 08:12 PM   #15 (permalink)
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Originally Posted by Drehwurm View Post
Ein historischer Fotoapparat in einer Vitrine, der seine Bestimmung nicht mehr erfüllen kann ist wie genauso viel wert wie ein Oldtimer der nicht mehr fährt.
So ist es! Viel Spaß mit der Sammlung - Grüße, Frank
sonnar is offline   Reply With Quote
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Old 02/28/08, 08:54 PM   #16 (permalink)
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Originally Posted by str View Post
Zunächst einmal Glückwunsch! Besonders interessant ist das seltene 6.3/105, das sogenannte Bergelmar.
Das Bergelmar hat seinen Namen aus der Bergseligen Zeit , zB mit Leni-Riefenstahl.
Oder die richtig gute Bergheil von Voigtländer
Es ist optisch abgeleitet aus einem 6x9-Objektiv - entsprechend die Qualität.
Schon für damalige Verhältnisse optisch kaum akzeptabel. Gabs mit und ohne E-Messerkupplung - da eine Kamera keinen E-Messer hat, mal nachsehen.
Welcher Sucher hat eine Rahmen-Einstellung für diese Brennweite?
LG
LF
NS:
Ich habe auch noch einen Plattenspieler über

Last edited by Leicas Freund : 02/28/08 at 09:06 PM.
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Old 02/28/08, 10:45 PM   #17 (permalink)
str
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Mir scheint ein VIDOM abgebildet zu sein, der dürfte den
Rahmen für 105er haben.

(Leni Riefenstahl wurde in dem unsäglichen Bergfilm zwar am
Berg, das heißt genauer: weit unten am Morteratschgletscher
in der Nähe der Bahnstation, wo heute die Kinder das Bergsteigen
lernen, abgebildet, ja, und dann noch oben in der Diavolezzahütte,
sie hat aber dort keine Aufahmen gemacht, schon gar nicht mit
dem zur Zeit des Films - 1929 - noch nicht erschienenen Bergelmar.)

str.
str is offline   Reply With Quote
Old 02/28/08, 11:53 PM   #18 (permalink)
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Originally Posted by str View Post
Mir scheint ein VIDOM abgebildet zu sein, der dürfte den
Rahmen für 105er haben.
(Leni Riefenstahl wurde in dem unsäglichen Bergfilm zwar am Berg, das heißt genauer: weit unten am Morteratschgletscher in der Nähe der Bahnstation, wo heute die Kinder das Bergsteigen lernen, abgebildet, ja, und dann noch oben in der Diavolezzahütte, sie hat aber dort keine Aufahmen gemacht, schon gar nicht mit dem zur Zeit des Films - 1929 - noch nicht erschienenen Bergelmar.)
Natürlich hat das Bergelmar nicht die "Berg"-Begeisterung entfacht - eher umgekehrt hat Leini Riefenstahl die Begeisterung für die Berge vertieft.
Wenns um den Bildausdruck des Filmes ginge - dann dürfte eher das Thambar mit "Berg" zu bezeichnen gewesen sein.
Wie ich bereits schrieb - es geht um die Zeit der Bergseligen - die schon vorher Voigtländer mit dem Namen Bergheil versuchte zu erreichen.

Wie Du den Film wertest ist das eine - wie Leitz mit der Namenswahl auf den Zug des Zeitgeschmacks gesprungen ist, etwas anderes.
LG
LF
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Old 02/29/08, 12:39 AM   #19 (permalink)
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@ das str.
Vorsicht mit der Inflationierung des Unsäglichen.
Lassen wir doch solchen Begriffen den Bereich, wo sie wirklich hingehören.
Sonst geschieht ihnen die selbe Wandlung, wie "recht und billig" zu wertlos,
oder brav zu tumb, oder Rechtsstaat zu Bananenrepublik.
Die Begriffe müssen dann immer heftiger betont werden, wenn sie ihre ursprüngliche Bedeutung nicht ganz verlieren sollen, wie GAU zu SuperGAU, geil zu XXL-geil usw.
siehe auch: Wörterbuch Synonyme: Unaussprechlich. Unsagbar, Unsäglich
oder hier: Otto Normal: Unsäglich
@ Drehwurm:
Eine wirklich unsäglich schöne Ausrüstung, besonders mit der damit verbundenen Aufgabe sowas wieder zum Laufen zu bringen, ich gratuliere.
Gruß,
Philipp
philippflettner is offline   Reply With Quote
Old 02/29/08, 08:00 AM   #20 (permalink)
str
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Die erste verlinkte Sprachstudie lehrt mich leider gar nichts, schon
darum, weil «subjektiv» und «objektiv» völlig unreflektiert gebraucht
werden. Und die zweite scheint mir die Unblesenheit des Autors ins
schönste Licht zu setzen. Goethe, wie andere Dichter, gebraucht das
Wort häufig, z.B. Wilhelm Meisters Lehrjahre: «Ich hatte in meinem
Leben unsäglich gelesen, und in gewissen Fächern war mir fast kein
Buch unbekannt.»


Zustimmen möchte ich, daß die meisten Filmszenen so unscharf sind,
als ob man schon das Thambar verwendet haben könnte.


Der besagte unsägliche Film von Arnold Franck ist, ich bleibe bei den
Steigerungen, kolossaler Kitsch mit einem primitiven Handlungsmuster
durch ein bißchen Sex, ein starkes bißchen mehr Ausländerfeindlichkeit
und gewaltig aufgedonnertem, letztendlich bewußt sinnlosem und
gleichwohl billigem Heroismus. Er ist insofern eine Ahnung des
Kommenden.

Vielleicht hat der Film den Alpinismus in irgenwelche Schichten und
Gegenden gebracht, in denen man von ihm bislang noch nichts gewußt
hat. Der Adel und die Gebildeten Europas ließen sich spätestens seit der
Mitte des 18. Jahrunderts von den Alpen faszinieren, die wichtigsten und
zahlreichsten Erstbesteigungen fielen ins 19. Jahrhundert. Es folgten
die Alpenvereine, der deutsche wurde 1869 gegründet.

Hegel ausgerechnet kann man zur Begeisterung vor der schieren
Naturgewalt der Gletscherwelt, wie sie in Francks Film bequem
begaffbar gemacht wird, als Stimme des Einspruchs hören. In seinem
Reisetagebuch durch die Berner Ostalpen von 1796 schreibt er: «Wir
sahen heute diese Gletscher nur in der Entfernung von einer halben
Stunde und ihr Anblick bietet weiter nichts Interesantes dar. Man kann
es nur eine neue Art von Sehen nennen, die aber dem Geist schlechterdings
keine weitere Beschäftigung gibt
, als... dieser Anblick weder etwas
Großes noch Liebliches hat.» (Frühe Entwürfe. Ed. Inge Gellert.
Berlin 1991, S. 342 f.)

Freundlichst
str.

Last edited by str : 02/29/08 at 08:17 AM.
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