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| Tags: bildschrfe, objektiven, prfung |
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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 04/06/06
Location: Los Riveroles42
Posts: 1,437
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Dieses Thema wurde am Rande schon mehrmals behandelt.
Hier ein kleiner Auszug aus meiner Fotografenprüfung: Die rechnende Optik hat raffinierte Methoden entwickelt, um die Reste der Abbildungsfehler, die auch ein hochwertiges Leicaobjektiv besitzt, festzustellen. Damit ist es möglich,sowohl die einzelnen Abbildungsfehler als auch die Summe aller Fehler auszumessen. normalerweise haben wir aber dafür nicht die Vorkenntnisse. Also müssen wir versuchen, die Bildschärfe zu beurteilen! Ein Begriff, den Profis nicht gerne sehen, es zeigt sich nämlich, daß von 2 Bildern, welche gleichfeine Einzelheiten enthalten, dasjenige meist als das schärfere bezeichnet wird, welches größere Kontraste aufweist. (Ausnahme : Die Schärfentiefentabellen auf den Zerstreuungskreis von 1/30mm /KB berechnet!) Ein Punkt ist jedoch kein gutes Testobjekt. Abgesehen davon, daß es ein wirklich "punktförmiges" Objekt nicht gibt. (Ausnahme:z.B. Fixsterne!). Es ist also schwer, den abgebildeten Punkt auf der Bildfläche zu finden und von einem etwaigen Filmfehler zu unterscheiden. Man verwendet deshalb Linien und spricht nicht von Bildschärfe sondern von Auflösungsvermögen! Als Auflösungsvermögen oder Trennvermögen bezeichnet man den Abstand zweier Linien, die gerade noch getrennt abgebildet werden. Mann könnte das Auflösungsvermögen messen, indem man auf einem Blatt Linien in verschiedenem Abstand zeichnet und diese fotografiert. Dann würden die Linien mit dem kleinsten Abstand gerade noch als getrennte Linien sichtbar sein. Den Abstand dieser gerade noch sichtbaren Linien müßte man ausmessen. Dazu ist aber ein Mikroskop vonnöten. Zudem müßte man viele Linien zeichnen, wenn man gewiß sein will, daß auch der richtige Abstand darunter ist.Dies kann vermieden werden, indem man Linien aus gleichmäßig weitem Abstand nach einem Punkt zusammenlaufen läßt. Nach diesem Punkt zu wird der Abstand der Linien immer kleiner. Naturgemäß müssen dabei die Linien immer dünner werden. Also benutzen wir für diese Prüfung einen Prüfstern oder Siemensstern.................. Ordnen wir die zueinanderlaufenden Linien rund um den Mittelpunkt an, so erhalten wir ein sternförmiges Gebilde, welches z.B. Siemens erstmals zur Prüfung von Schmalfilmobjektiven verwendet hat. Die Anwendung ist einfach: Der Prüfstern wird fotografiert. Das Negativ/bzw. Dia, etc. zeigt außen die zum Mittelpunkt verlaufenden schwarzen und weißen Streifen, die nach der Mitte zu in eine Graufläche übergehen. Der Umfang des Graukreises, geteilt durch die Anzahl der ringsherum angeordneten Streifen, ergibt den Abstand, der gerade noch aufgelöst wird. Man braucht also nur den Durchmesser des Graukreises zu messen, der ein Vielfaches des Abstandes der aufgelösten Linien beträgt, und kommt deshalb mit einer verhältnismäßig groben Meßeinrichtung zum Ziel der Bildschärfe oder dem Auflösungsvermögen eines Objektivs bei gegebener Blende. Gruß Hendrik |
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