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Leica Forum » Digital-Forum » Archiviert bis 21. April, 2004 Archiviert bis Seite 11 » Praxistest: S/W-Reportage mit der Leica Digilux 2 « Zurück Weiter »

Autor Beitrag
Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 12
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 18:46 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Just gerade habe ich hier einen Praxistest veröffentlicht. Ich spiegel ihn hier komplett ohne Fotos. Vielleicht ist er ja für den einen oder anderen an der D2 Interessierten hilfreich.


Der folgende Praxistest konzentriert sich auf die Fragen, ob die Leica Digilux 2 (in der Folge D2) als Reportagekamera tauglich ist, ob sie auch Schnappschüsse aus unerwarteten Situationen heraus erlaubt und wie sie mit unterschiedlichen Lichtverhältnissen im S/W-Modus zurechtkommt. Ein Urteil über die Qualität von Farbbildern wird hier nicht abgegeben. Der Test orientiert sich an den Erfahrungen, die ich mit der Coolpix-Serie (990 und 4500) gemacht habe. Da die D2 auf Techniken des analogen Fotografierens setzt, war zur Beurteilung ihrer Stärken und Schwächen 3 Jahre Erfahrung mit einer Leica M hilfreich. Aus der Leica-Werbung: »Die entscheidenden fotografischen Parameter Schärfe, Blende, Brennweite und Belichtungszeit können wie bei einer klassischen Spiegelreflexkamera mit Einstellringen am Objektiv und einem Zeitenwählrad angepasst werden.«

Der manuelle Fokus stellte sich schnell als unbrauchbar heraus. Der digitale Sucher kommt arg verrauscht daher und die "Lupenfunktion" (8fach) beim Scharfstellen reagiert sehr schwerfällig. Visiere ich ein Motiv aus 8 m Entfernung an, so kann ich den Entfernungs-Einstellring zwischen 0,6 und 8 m drehen, ohne eine Veränderung auf den Displays wahrzunehmen. Es macht kaum einen Unterschied, ob ich die LCD-Anzeige im Sucher oder am Gehäuse benutze.

Der »elektronische Sucher« ermöglicht keinen Eindruck von den Konstrasten. Eine Bestimmung der Belichtung und der Bildstimmung war mir nicht möglich. Für das relativ sichere Fotografieren bleibt nur die Benutzung des äusseren LCD-Monitors übrig. Wer einen praxistauglichen digitalen Sucher erwartet hat, wird also enttäuscht.

Die mittenbetonte Messung ist im Zusammenspiel mit dem grossen Display ein recht zuverlässiges Paar. Gleich nach der Entscheidung, den Sucher einfach zu ignorieren, um den großzügigen LCD-Monitor zu benutzen, entwickelte sich Spass an der Größe und hohen Auflösung des Monitors. Auch bei direkter Sonneneinstrahlung ist noch genug zu erkennen, um eine passende Belichtung relativ gut abzuschätzen. Hilfreich ist dabei, dass auch aus steilem Blickwinkeln heraus noch genügend Bild zu erkennen ist. So kann die Kamera in die Höhe gestreckt werden und gleichzeitig ein passender Bildschirmausschnitt gewählt und die Belichtung abgeschätzt werden.

Die D2 lädt dazu ein, auch ohne Blick aufs Display zu fotografieren, von Boden aus schräg nach oben zum Beispiel. Die Schwere der Kamera wirkt sich hier als Vorteil aus. Sie liegt satt in der Hand und das Gewicht trägt dazu bei, Verwackeln zu vermeiden. Sie hätte ruhig noch etwas schwerer sein können. Das Problem bei den Digitalen, die ich bisher benutzte, war ihre Leichtigkeit und ein nicht gerade weicher Auslöser. Mit einer M6 kann man auch mit langen Zeiten scharfe Fotos machen. Bei der Coolpix 4500 hatte ich nicht selten bereits bei einer 30stel Sekunde Probleme.

Der Verzicht auf manuellen Fokus setzt einen ausgereiften Autofokus voraus. Der AF der D2 scheint das nicht zu sein. Bei leichtem Tele, vor allem bei 90 mm, musste ich öfter ein 2. oder 3. Mal ansetzen. Auch bei leichtem Gegenlicht kann es Probleme geben. Im Vergleich zur Coolpix 4500 ist der Autofokus der D2 dann doch wieder schnell. So schnell, dass lomografisches Fotografieren möglich ist: Spontan reinhalten ins Geschehen, dann nur noch kurz andrücken und abdrücken.

Überzeugend ist das Bedienungskonzept der D2. Ich kann mir Optionen aus den Menüs frei auf eine Taste mit 4 Funktionen legen (Taste "Function" an der Gehäuserückwand), so dass zum Beispiel Weissabgleich oder ISO-Empfindlichkeit mit zweimaligem Tastendruck erreichbar sind. Die Menüs sind ohne Verzögerung da und intuitiv bedienbar. Nach dem Einstellen reicht ein leichter Druck auf den Auslöser, um zur Bereitschaft zurückzukehren. Auch die Anzeigen im Display sind schnell wegzuschalten, eine gut erreichbare Taste an der Gehäuserückseite macht das möglich. Ich fotografiere lieber mit freiem Display, weil die obere Leiste der Symbole eine Ausschnittwahl erschwert. Sind die Symbole eingeblendet, muss man allerdings drei Mal auf die Taste "Display" drücken, um das freie Display erneut zu erreichen. Dazwischen liegt die Einblendung eines Histogramms und eines "Gitternetzes", dessen Sinn mir bis heute verschlossen blieb.

Bevorzugt positioniert ist auch die EV-Taste. Mit einem Tastendruck wird die Belichtunskorrektur geöffnet. Mit der Wippe oder dem Rad läßt sich dann ein Wert einstellen. 2maliges Drücken auf "EV" erlaubt die Einstellung von 3 oder 5 Serienbildern, die nach selbstgewählten Abstufungen der Belichtungskorrektur durchgeführt werden können. Dass die "automatische Belichtungsreihe" in schwierigen Belichtunssituationen brauchbar sein kann, daran besteht wohl kein Zweifel. Da ist es hilfreich, dass sich das bei der D2 intuitiv einstellen läßt. Zudem werden Belichtungsreihen zu je 3 Bildern recht schnell abgepeichert. Nach gut 2 bis 3 Sekunden kann weiter fotografiert werden. Getestet habe ich das mit einer SD-Karte von Panasonic und mit der SanDisk Ultra II, beide 256 MB. Nachteilig war nur, dass der Autofokus gelegentlich nicht mitspielte.

Die Position des Wählrings für die Belichtungs-Messmethode ist etwas unglücklich angebracht, nämlich am Auslöser. Zum einem verstelle ich ihn öfter unbewusst, eben weil der Finger ständig am Auslöser hantiert ;-), zum anderen wäre es sinnvoller gewesen, den Hauptschalter am Auslöser anzubringen.

Insgesamt macht die Verarbeitung der Bedienungselemente einen sehr guten Eindruck. Langjähriges aktives Fotografieren ohne ausgeleierte Tasten sollte durchaus möglich sein.

Im Ganzen macht das intuitive Bedienkonzept ein schnelles Reagieren auf verschiedene Reportage- oder Portraitsituationen möglich. Gewünscht hätte ich mir eine Brennweiten-Fokussierung der Werte 35, 50 und 70, da ich gerne mit Standardbrennweiten arbeite. So bleibt mir bei der stufenlosen Einstellung nichts anderes übrig, als meine Konzentration kurz auf den Brennweitenring zu legen. Das schnelle Umschalten auf Zeitautomatik ist zwar eine schöne Sache, doch was nützt das, wenn die gezielte Verringerung der Tiefenschärfe zwischen 35 und 50 mm kaum möglich ist. Ein Standard-Problem der digitalen Kameras. Aber zum Glück habe ich ja meistens eine Analoge dabei. ;-)

Die Akkuleistung ist sehr gut. Auf der Demo gegen Sozialabbau hatte ich die Kamera 3,5 Stunden im Dauerbetrieb. Insgesamt habe ich 658 Bilder machen können (zwischen 2,4 und 2,9 MB gross). Mit einem Ersatzakku (90 Euro!) ist man also auch auf längeren Strecken gut gerüstet.

Sicher gäbe es noch vieles zu testen an der D2. So ist das Objektiv (1:2,0 - 2,4 ASPH, 28-90 mm) über fast jeden Zweifel erhaben. Die Verzerrungen bei Weitwinkel-Einstellungen sind weitaus geringer, als bei der Coolpix 4500 bei 35 mm. Zudem läßt es sich wunderbar bedienen. Die Einstellringe laufen butterweich, die Entriegelungsknöpfe sind gut erreichbar, versehentliches Entriegeln ist ausgeschlossen. Brennweite und Blende lassen sich gleichzeitig mit Zeige- und Mittelfinger verstellen. Die Frontlinse aber ist mit ihrer starken Krümmung und grossen Fläche schnell verschmutzt. Ein UV-Filter ist durchaus sinnvoll. Der ist noch nicht lieferbar und soll leicateuer mit um die 100 Euro zu Buche schlagen.

Bei der Anschaffung sollten auch an die Folgekosten für Speicher, Ersatzakku und UV-Filter gedacht werden. Im Grunde sind mindestens 2200 Euro Anschaffungskosten einzuplanen (bei 1800 Euro für die Kamera), vor allem, wenn man im Urlaub unterwegs ist und keine mobile Festplatte dabei hat. Bedauerlich ist in dem Zusammenhang, dass von Leica kein Autoladegerät angeboten wird.

Jetzt wird es Zeit, Bilder sprechen zu lassen. Die meisten Fotos der unten vorgestellten Serien sind mit Programmautomatik entstanden. Von den Standardeinstellungen habe ich unter "Bildeinst" die "Schärfe" geändert und auf "High" gestellt. Gespeichert wurden alle Bilder in bester JPEG-Qualität, höchster Auflösung (1560 x 1920 Pixel) und bei 100 ASA. Auf RAW kann man in der Reportagesituation getrost verzichten, da das Abspeichern je nach SD-Karte zwischen 7 und 10 Sekunden dauert, zudem kann das RAW-Format nicht ohne PlugIn mit Photoshop geöffnet werden.

Beim Nachbearbeiten der Bilder habe ich leichte Tonwertkorrekturen (ungefähr bei der Hälfte der 60 Bilder) vorgenommen und nachgeschärft (Photoshop CS: Radius: 05 Pixel, Stärke zwischen 12 und 25 %). Da die Bilder mit 650 px Breite recht groß sind für das Web, habe ich sie doch recht scharf komprimiert, bei genauerem Hinsehen werden also JPEG-Artefakte zu sehen sein.

Probeausdrucke mit dem Drucker Canon S750 auf einem mittelmässigen Inkjet-Papier zeigten Ergebnisse - nach dem Herunterskalieren auf 24 x 18 cm, die man vielleicht in einem Satz zusammenfassen kann: Verschenkbar an liebe Menschen und für Präsentationen sehr gut geeignet.

: Unterwegs gegen Sozialabbau - 38 Bilder
: Bilder vom leichten Leben - 32 Bilder

Fazit: Die Leica Digilux 2 kommt meiner Wunsch-Reportagekamera bereits recht nahe. Auch wenn der Autofokus manchmal hakt, sind schnelle, spontane S/W-Fotografien in unterschiedlichsten Lichtsituationen und auch aus der Bewegung heraus möglich, vorausgesetzt man ist geübt im Fotografieren mit dem Display. Die schnelle Bereitschaft, das fixe Speichern der Daten, die intuitive Bedienung, das lichtstarke Zoomobjektiv und das transreflexive 2,5 Zoll-Display mit einer Auflösung von 211.000 Pixeln ergeben ein sehr kompaktes Gerät, das S/W-Fotografie mit überzeugender Bildqualität ermöglicht. Daran werden die Schwächen der D2 und die Kritik an ihr nichts ändern.

Jürgen Regul (lukas)
Senior Mitglied
Benutzername: lukas

Nummer des Beitrags: 367
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 18:55 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo

Ein m.E. fairer und unvoreingenommener Bericht, der die Stärken und Schwächen gut zeigt. Danke

Gruß

Jürgen Regul
Christian Herzenberger (herzenberger)
Senior Mitglied
Benutzername: herzenberger

Nummer des Beitrags: 4760
Registriert: 10-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 19:15 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Stimmt.
Hans Hunziker (machans)
Junior Mitglied
Benutzername: machans

Nummer des Beitrags: 11
Registriert: 02-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 19:18 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Ralph,
herzlichen Dank für deinen ausgezeichneten Bericht und die herausragenden Fotos!
Endlich jemand der Fotos der D2 sprechen lässt und nicht nur die Pixel zählt oder schaut, wie schnell sich das Gehäuse abreibt....
Als längjähriger S/W Fotograf haben mich Deine Fotos sehr angesprochen. Seit März habe ich die D2 auch und daneben eine M7. Es käme mir nie in den Sinn diese beiden Apparate oder auch analog und digital zu vergleichen. es sind und bleiben zwei Welten!
Ich freue mich schon auf weitere Fotos von Dir! Sie sind ganz in meinem Sinn und meiner Art zu fotografieren!

Herzlichen Gruss Hans
KlausMäurich (media)
Senior Mitglied
Benutzername: media

Nummer des Beitrags: 1456
Registriert: 09-2003
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 19:36 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

ein fundierter und ausführlicher Praxisbericht - der manch sog. Fachzeitschrift gut stehen würde...
Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 13
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 20:31 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Ich danke Euch für die Zustimmung. :-) So bekomme ich das Gefuehl, dass sich die Arbeit gelohnt hat. Und wenn ich das nette Lob über meine Fotos mit den Kommentaren hier vergleiche, freue ich mich. :-)

@Hans - Ich arbeite auch mit einer M7 und es sind wirklich 2 Welten. Das exakte Scharfstellen und die Schwere der M in Hand, da kann ruhig wenig Licht sein, es werden knackig-scharfe Bilder gemacht. Da kommt die D2 nicht mit. Auch würde ich bei der M7 weniger Befürchtungen vor groben Stößen und schlechtesten Wetterverhältnissen haben. ;-)

@Klaus - Vielleicht ist das gar keine so schlechte Idee, den Text mal einer Fachzeitschrift anzubieten, aber ich lese keine, weiss entsprechend nicht, wo ich damit Chancen hätte.

Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 14
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 20:39 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Mir ist noch eingefallen, dass es besser ist, unter "Bildeinst" den Schärfegrad auf Standard zu stellen - anstatt auf "High" - und später im Bildbearbeitungsprogramm nachzuschärfen, denn auf einigen Fotos habe ich Überzeichnungen entdeckt.
Guido Krüger (gkrueger)
Fortgeschrittenes Mitglied
Benutzername: gkrueger

Nummer des Beitrags: 52
Registriert: 01-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 21:29 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Aus meinen 2 Tagen mit der D2 erinnere ich mich doch an ein paar Handling-Details, die mich gestört haben. Die wichtigsten:

- Bildwiedergabe langsam (3 Sekunden je Bild)
- Daumenrad schlecht zu bedienen, zu flach. Bei der LC1 besser, dafür ist dort die Wippe zu flach
- Umschaltung AF/MF unglücklich; Sicherungsknopf nicht optimal platziert
- Keine Griffmulde, Kamera nur beidhändig zu halten. Konnte ich mich nicht so recht mit anfreunden, für M-User wohl OK

Wie seht ihr das?
Alex Halm (halmsen)
Fortgeschrittenes Mitglied
Benutzername: halmsen

Nummer des Beitrags: 58
Registriert: 12-2003
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 21:38 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Obwohl ich derzeit nicht den Kauf einer neuen Kamera beabsichtige (die Digilux 1 muß mir noch eine Weile reichen), interessieren mich qualifizierte Testberichte über die im Forum so kontrovers diskutierte Digilux 2.

Für DIESEN Testbericht möchte ich mich ausdrücklich bedanken. Sowas liest man nicht alle Tage!! Dafür verzichte ich auf jede Fotozeitschrift.

Und dazu die Fotos als "Anschauungsunterricht":

Ebenfalls ausgezeichnet.

Super.

Alex
Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 15
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 21:55 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@Guido

> - Bildwiedergabe langsam (3 Sekunden je Bild)

Das erstaunt mich. Zwar gibt es beim Einschalten der Bildvorschau eine Verzögerung, doch die Bilder selbst sind doch recht flott da, selbst die im RAW-Format. Oder habe ich Dich missverstanden.

> - Daumenrad schlecht zu bedienen, zu flach. Bei der LC1 besser, dafür ist dort die Wippe zu flach

Das mit dem Dauemrad stimmt, selbst bei meinen eher dünnen Fingern. Aber dafür ist die Wippe sehr gut.

> - Umschaltung AF/MF unglücklich; Sicherungsknopf nicht optimal platziert

Ich finde die Entriegelung an der linken Seite des Objektivs recht gut erreichbar, vor allem dann, wenn man das Objektiv von unten statt von links her bedient. Aber an einige Eigenheiten einer neuen Kamera muss man sich doch immer gewöhnen, vor allem wenn man vorher länger mit einer anderen gearbeitet hat. Aber nach einiger Zeit ist das auch vergessen, wenn die Begeisterung nicht nachlässt. ;-)

> - Keine Griffmulde, Kamera nur beidhändig zu halten. Konnte ich mich nicht so recht mit anfreunden, für M-User wohl OK

Dem kann ich nicht zustimmen. Viele Fotos habe ich mit einer Hand gemacht und Verrenkungen dabei. ;-) Durch die raue Oberfläche bleibt sie auch ohne Griffmulde gut in der Hand. Um dem dummen Zufall aber keine Chance zu lassen, arbeite ich mit einer Handschlaufe.

Karl Schmidt (kalle)
Erfahrenes Mitglied
Benutzername: kalle

Nummer des Beitrags: 121
Registriert: 10-2003
Veröffentlicht am Donnerstag, 08. April 2004 - 22:10 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Ralph,

ein Lob Deinen Bildern, gleich mit welcher Kamera sie gemacht wurden. Sie sind 'mitten aus dem Leben' gegriffen!

Auch ein Lob Deinem Bericht, dem man sicher keine 'Lobhudelei' unterstellen kann!

Wenn ich auch den Elektroniksucher nicht für das 'Maß aller Dinge' halte, besonders nicht bei starkem Sonnenlicht oder in der Dunkelheit - hier ist er wirklich unzureichend, komme ich ganz leidlich mit ihm zurecht und benutze ihn auch für manuelles Scharfeinstellen (mit MF2 = vergrößertem Ausschnitt auf der gesamten Sucherfläche)! Für den LCD-Monitor müsste ich altersbedingt stets zur Lesebrille greifen!

Vielleicht besorge ich mir mal für 'Nachtaufnahmen' einen Mehrfeld-Aufstecksucher. Ansonsten würde ich die D2 mit keiner anderen Kamera tauschen, was wahrlich nicht heißen soll, dass es nicht eine Menge Verbesserungsmöglichkeiten gäbe!
Grüße,
Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 16
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Samstag, 10. April 2004 - 13:11 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Zur Ansicht: Wie unterschiedlich Wahrnehmung und Erfahrung mit dem elektronischen Sucher sein können, zeigt der folgende Thread mit einem sachlichen Erfahrungsbericht: http://www.l-camera-forum.com/leica-forum/discus/messages/23/309 05.html?1081594189

Zumal dort meine Kritik an dem Sucher der D2 relativiert wird. Vielleicht hätte ich deutlicher betonen sollen, dass ich beim Fotografieren mit digitalen Kameras den Sucher oder besser den LCD-Monitor zur Belichtungskontrolle einsetze und darauf bezogen scheint mir bis heute der Sucher der D2 unbrauchbar, vor allem bei schlechten Lichtverhältnissen. Kein Vergleich zum Monitor, der seltsamerweise auch noch weniger Pixel hat (so denkt jetzt der technische Laie immer noch erstaunt ;-) Und ich kann mir nicht vorstellen, dass es allein eine Gewöhnungssache ist. Aber letztendlich ist es egal, was ich mir vorstellen kann. Egal wie man die D2 nun zu nutzen weiss (egal auch, welche Kamera man letztendlich benutzt, wie Karl treffend anmerkte), letztendlich kommt es darauf an, ob die Fotos gut sind und angenommen werden.

Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 17
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Mittwoch, 14. April 2004 - 17:46 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Noch ein Nachtrag, da ich dazu bereits einige Emails bekommen habe. Die S/W-Bilder sind nicht nachtraeglich von Farbe in schwarz-weiss konvertiert worden, sondern direkt mit der D2 gemacht worden. Einfach im Menue unter "Weissabgl" auf B/W stellen und schon ist die Kamera auf S/W getrimmt. :-)

By the way: Es gibt eine neue S/W-Bilderserie, falls es jemand interessiert. Sie heißt My funny Valentine und ist ein Geburtstagsschenk für meine Liebe. :-)

Karl Broich (kbroich)
Neues Mitglied
Benutzername: kbroich

Nummer des Beitrags: 1
Registriert: 04-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 06:22 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Ralph,
Gratulation zu Deinen Bildern, "your funny valentine wird sich freuen". ... und wie heisst es so schön, ein Bild sagt mehr als tausend Worte!
Vor der DL2 hatte ich die Nikon Coolpix 5700, so sehe ich den EVF der DL2 als Fortschritt an. Dass EVF's nicht ideal sind muss ich halt akzeptieren oder auf DSLR-Systeme gehen. Jedenfalls weiterhin gut Licht!
Klaus Schneider (leicameter)
Senior Mitglied
Benutzername: leicameter

Nummer des Beitrags: 339
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 16:12 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@ralph
Wirklich tolle Aufhahmen. Können einen doch an die D2 glauben lassen.
Ich habe aber eine Frage abseits der Leica.
Deine Frau verwendet eine Ixus i. Ich selbst suche einen digitalen Ersatz für meinen analoge Minox EC (Party-Kamera). Wie sind Eure Erfahrungen mit der Ixus i? Wie sind Sucher und AF bei wenig Licht? Wie ist die (nutzbare) Blitzreichweite?

@alle
Sorry, mir ist bekannt das es keine Leica Ixus i gibt ;-)
Jens-Michael Schuh (jmschuh)
Senior Mitglied
Benutzername: jmschuh

Nummer des Beitrags: 1223
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 18:15 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@Ralph

"Visiere ich ein Motiv aus 8 m Entfernung an, so kann ich den Entfernungs-Einstellring zwischen 0,6 und 8 m drehen, ohne eine Veränderung auf den Displays wahrzunehmen. Es macht kaum einen Unterschied, ob ich die LCD-Anzeige im Sucher oder am Gehäuse benutze. "

Vielen Dank für Deinen Bericht. Nachdem ich ihn gestern gelesen habe, bin ich über die obenstehende Aussage "gestolpert". Also habe ich mich gestern Abend mal hingesetzt und habe ein 8 Meter weiteres Objekt in meiner Wohnung gesucht (war gar nicht so einfach 8 Meter Strecke zu finden) und habe mit der D2 rumexperimentiert. Sowohl mit dem Sucher als auch mit dem Display. Aber leider kann ich Deine Aussage nicht bestätigen.
Ich habe es in allen Modi (P,M,A,T) ausprobiert und schon bei 5-6 Metern als Entfernungseinstellung ist alles unscharf. Lediglich zwischen 8 Metern und Unendlich konnte ich keinen Unterschied mehr feststellen. Bei 0,6m war es übrigens soooo unscharf, dass ich das Teil was ich anvisiert hatte, gar nicht mehr als solches identifizieren konnte. Obwohl ich meine mich zu erinnern, dass ich ich diesen Effekt den Du beschreibst auch schon mal erlebt habe, konnte ich ihn gestern nicht reproduzieren. Schon komisch....

Gruß,

Jens
Martin Reuter (frau_reuter)
Mitglied
Benutzername: frau_reuter

Nummer des Beitrags: 25
Registriert: 12-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 18:28 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@Ralph
Schöner Beitrag und wirklich klasse Bilder. Ich hoffe, meine DL2 ist zu ähnlich ausgelassenem Knipsen fähig, wenn sie aus der "Reparatur" kommt. Solche "Hüftschüsse", wie du sie hingezaubert hast, waren mit meiner schlichtweg unmöglich. Erstaunlich, dass du bereits in der Kamera fett vorschärfst und anschliessend nochmal in Photoshop - das hätte ich nie gewagt, werde es aber schleunigst nachholen.
Gruss
Martin
Jens-Michael Schuh (jmschuh)
Senior Mitglied
Benutzername: jmschuh

Nummer des Beitrags: 1225
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 19:32 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

"Erstaunlich, dass du bereits in der Kamera fett vorschärfst und anschliessend nochmal in Photoshop - das hätte ich nie gewagt, werde es aber schleunigst nachholen"

Das würde ich nicht machen. Erstens erfordert jedes Motiv ein individuelles Nachschärfen und je nach Verwendungszweck (Monitor, Ausdruck) etc. mit unterschiedlichen Parametern und zweitens schärft die Kamera ganz herrlich das "Rauschen" mit, wenn Du mal mit mehr als 100 ASA arbeitest.

Grundsätzlich würde ich nur in Photoshop nachschärfen, wenn ich genau sehe, wie es sich auswirkt. Wenn ein Foto erstmal überschärft schon aus der Kamera kommt, kannst Du es nur noch wegschmeissen.
Noch ein kleiner grober Tip: Beim nachschärfen für Web: 0,2 bis 0,6 Pixel Radius und 200%-400% (ausprobieren) und für den Ausdruck einen größeren Radius, aber wesentlich weniger Prozente.....

Klasse sind auch die PS-Aktions von fredmiranda.com, die wenig Kosten und einem viel Arbeit abnehmen......

Gruß,

Jens
Karl Schmidt (kalle)
Erfahrenes Mitglied
Benutzername: kalle

Nummer des Beitrags: 137
Registriert: 10-2003
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 20:44 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@Ralph

"Visiere ich ein Motiv aus 8 m Entfernung an, so kann ich den Entfernungs-Einstellring zwischen 0,6 und 8 m drehen, ohne eine Veränderung auf den Displays wahrzunehmen."

Ich wurde durch Jens nochmal auf Deine diesbezügliche Aussage hingewiesen und kann sie wie auch Jens so nicht nachvollziehen!

Ich benutze - wie Du wohl auch ausprobiert hast zur manuellen Fokusierung die 8-fache Vergrößerung. Mit Telebrennweite kann ich so recht klar die Entfernung im Sucher einstellen!

Wahrscheinlich sind Deine negativen Erfahrungen im Weitwinkelbereich entstanden und da ist das manuelle Fokusieren in der Tat unmöglich!
Das ist allerdings auch logisch. Betrachtest Du mal eine Schärfentiefentabelle (für diese Kamera), so wirst Du beispielsweise bei f:2,8/28 einen Schärfebereich von rund 1 m bis 25 m finden. Wie soll man da - ohne Mischbild o. ä. scharf einstellen können?

Da selbst eine Reflexkamera bei stärkeren Weitwinkelobjektiven Probleme hätte, auf der 'Mattscheibe' zu fokussieren, stelle ich bei der Digilux 2 mit Tele die Entfernung ein und fahre anschließend auf den gewünschten Ausschnitt zurück!

28 mm Brennweite sind bei der Digilux 2 nur 7 mm real. Da es bei solchen Brennweiten kaum auf eine exakte Entfernungseinstellung ankommt, besteht auch die Möglichkeit, vorher gemäß einer Schärfentiefentabelle die Entfernungseinstellung (für Schnappschüsse ohne Autofokus) zu planen. Hierzu ist auch die Kenntnis der Hyperfokaldistanzen hilfreich. Vielleicht schaust Du Dir dazu mal meinen diesbezüglichen Thread an?!

Hyperfokaldistanz und Schärfentiefe
http://www.l-camera-forum.com/leica-forum/discus/messages/23/307 24.html?1081928307

Wenn man sich den einen oder anderen Wert notiert/merkt, kann man ihn in der Praxis recht gut gebrauchen!
Grüße,
Ralph Segert (ralphs)
Junior Mitglied
Benutzername: ralphs

Nummer des Beitrags: 18
Registriert: 03-2004
Veröffentlicht am Donnerstag, 15. April 2004 - 23:24 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Danke Euch für die kritischen Hinweise zum manuellen Fokussieren (wir kommen der echten Praxiserfahrung näher und das ist die Hauptsache). Dabei wurde mir bewusst, dass ich die Brennweite nicht berücksichtigt hatte (danke Karl, danke auch an Jens, ich werde die Entfernung meines Testmotivs noch einmal genauer messen, vielleicht waren es auch 9 oder 10 Meter). Ich werde das Thema in der nächsten Woche noch einmal austesten und das dann mit Hinweis auf diesen Thread in einem Update des Artikels korrigieren. Vielleicht könnte ich nach einer Zeit auch eine Zusamenfassung aus den Diskussionen hier anfügen, so dass eine fundierte Entscheidungshilfe für Interessenten an der D2 entstehen kann.

Karl, der Tipp mit dem Tele klingt gut, werde ich einmal ausprobieren. Dein Posting zur Hyperfokaldistanz und Schärfentiefe habe ich auch gelesen, nur ist es bei mir so, dass mir Zahlen und Werte beim Fotografieren nicht mehr einfallen, weil ich so fixiert bin auf Motive. Für mich bedeutet es schon einen Fortschritt, wenn ich mir Zeit für Belichtungskorrekturen nehme (auch nur, seitdem es mit der D2 so schnell geht, und bei der M7 ist es auch recht schnell einzustellen), denn ich fotografiere meistens wirklich radikal aus der Hüfte: Display kurz anvisieren, abdrücken, eventuell dann noch ein- bis zweinmal anvisieren und abdrücken und schon bin ich weg auf der Suche nach dem nächsten Motiv. Das ist manchmal schlimm und ich hatte schon öfter dieses Bereuen, mir nicht mehr Zeit genommen zu haben. Aber ich kann nicht "planen" beim Fotografieren, das weiss ich. Aber fuer Andere ist Dein Tipp sicher wertvoll.

Zum Thema schärfen: Ich hatte mich ja korrigiert, indem ich hier postete, dass ich den Schärfegrad bei der D2 auf Normal ("STD") gestellt. Aber mittlerweile steht er auf "Low". Lieber nachträglich nachschaerfen als vor vollendeten Tatsachen stehen. Das könnte man schon fast als eine Grundregel des digitalen Fotografierens formulieren. ;-)

Klaus, zum Thema ixus i später was, Verena hat sie noch nicht so lange, aber ein paar Erfahrungen werde ich später mitteilen, vielleicht sogar besser via Privatmail, da wir sonst vielleicht die Off-Topic-Inspekteure auf den Plan rufen? ;-)

Karl Schmidt (kalle)
Erfahrenes Mitglied
Benutzername: kalle

Nummer des Beitrags: 138
Registriert: 10-2003
Veröffentlicht am Freitag, 16. April 2004 - 17:04 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Ralph und andere!

zum Teilthema 'manuelles Fokusieren' in diesem Thread:

"...zum Thema "schnelles Scharfstellen":

Voraussetzung:

wenn Dich jemand aus dem Tiefschlaf holt und von Dir wissen
will: "für unendlich links oder rechts drehen?", musst Du ohne nachzudenken richtig antworten können.

Mögliche Techniken für schnelles Scharfstellen:
1. Entfernung vorwählen, d.h., wenn Du ein Motiv kommen siehst, bereits die Entfernung einstellen, bevor Du überhaupt die Kamera ans Auge nimmst.
Entfernungen schätzen kannst Du entweder oder Du lernst es über diese Methode.
2. Alter Trick einiger M-Gurus: Nach jeder Aufnahme auf unendlich stellen.
Damit ist die Drehrichtung für eine gegebene Entfernung immer die gleiche.

Ausserdem: Im Gegensatz zur Mattscheibe, wo Du Dich an die optimale Schärfe i.A.
durch mehrfaches Überfahren des Schärfepunktes herantastest, machst Du das bei der M nicht. Wenn sich die Schnittbilder decken, ist gut.

Abgesehen davon, selbst wenn sie sich mal nicht 100% decken, ist das bereits bei
mittlerer Entfernung und mittlerer Blende kein Thema mehr.

Gruß
Bernhard"


Das Textzitat habe ich einem Thread aus dem Kundenforum entnommen, bei dem es um Tipps für schnelleres Scharfstellen bei der M geht.

Diese Tipps können für die Digilux 2 ungekürzt übernommen werden.
Ja, hier sind sie wegen der noch größeren Schärfentiefe selbst bei großen Blendenöffnungen noch eher zu gebrauchen!
Grüße,
Holger Schaub (holger_schaub)
Fortgeschrittenes Mitglied
Benutzername: holger_schaub

Nummer des Beitrags: 91
Registriert: 05-2003
Veröffentlicht am Freitag, 16. April 2004 - 18:31 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

@Karl

guter tip, danke :-)
so in etwa hab ich das für mich auch schon als akzeptable "Schnelllösung" herrausgefunden und wie du schon sagst, dank der guten Schärfentiefe liegt man meist richtig...

gruß Holger
Jens-Michael Schuh (jmschuh)
Senior Mitglied
Benutzername: jmschuh

Nummer des Beitrags: 1235
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Samstag, 17. April 2004 - 01:48 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Karl,

den Tipp finde ich für die M ganz ok, für die Digilux aber eher nicht, weil die Scharfstellung dort eher einer SLR gleicht und da würde ich "interpolieren".

Gruß,

Jens
Karl Schmidt (kalle)
Erfahrenes Mitglied
Benutzername: kalle

Nummer des Beitrags: 146
Registriert: 10-2003
Veröffentlicht am Samstag, 17. April 2004 - 11:48 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Jens!

Was meinst Du hier mit 'interpolieren'? Nahpunkt messen, Fernpunkt messen und dann die entsprechende Entfernung einstellen?
So viel Aufwand sollte m.E. nicht für eine Schnappschusseinstellung betrieben werden müssen!
Einfacher: ca. 5 m einstellen (Wert zwischen 3 und 8) oder auch nur 3 m, dann liegst Du für alle Brennweiten und Blenden fast immer im Schnappschussbereich zwischen 2 und 5, 6 m!
Vergleiche mit der rechten Seite meiner Tabelle!



Einfacher gehts nicht!
Grüße,
Jens-Michael Schuh (jmschuh)
Senior Mitglied
Benutzername: jmschuh

Nummer des Beitrags: 1240
Registriert: 09-2002
Veröffentlicht am Sonntag, 18. April 2004 - 02:15 Uhr:   Beitrag editierenBeitrag löschen

Hallo Karl,

nein für Schnappschüsse nicht. Da ist Deine Tabelle sehr hilfreich, vielen Dank dafür.
Mit Interpolieren meine ich die Vorgehensweise wie bei einem SLR-Sucher. In der Regel geht man ja ein wenig am Ziel vorbei und dreht dann wieder zurück und nähert sich somit der optimalen Schärfe. Bei der M ist es ja etwas anders, da erkennst Du die richtige Schärfe sofort, ohne am Schärfeziel vorbeizudrehen. Zumindestens hat sich bei mir diese unterschiedliche Vorgehensweise zwischen SLR-Sucher und Messsucher beim Scharfstellen so herauskristallisiert. Und bei der D2 mache ich es eher so wie bei einer SLR. Da ich beim EVF genausowenig wie beim SLR-Sucher weiss, ob ich die maximale Schärfe schon erreicht habe, überschreite ich den maximalen Schärfepunkt, bis es wieder ein wenig unschärfer wird und drehe dann wieder zurück. So kann ich mir sicher sein, die optimale Schärfe eingestellt zu haben. Bei der M ist das natürlich unsinnig, da man da die optimale Schärfe sofort erkennen kann, ohne "übers Ziel hinauszuschiessen".

Gruß,

Jens

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