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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 09/19/05
Posts: 1,335
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Hallo zusammen!
Da es hier einige Qualitätsfanatiker mit Oly E-3 geben dürfte mal eine Frage: Immer wieder lese ich (z.B.heute in der Foto/Video Chip), dass man um ein optimales Schärfeergebnis zu bekomme den Stabi abschalten soll. Stimmt das? Für mich nachvollziehbar ist der Hinweis, den Stabi bei Verwendung eines Statives abzuschalten. Aber sonst? Oder gilt diese allgemeine Aussage nur für N* und C*, also bei stabilisierten Objektiven? Also: Was sagen die Qualitätsfanatiker? Dank & Gruß Volker |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 03/01/06
Location: Hamburg
Posts: 2,226
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Es stimmt nicht. Bei Aufnahmen vom Stativ könnten irreführende Signale der Gyrosensoren zu einer „Korrektur“ einer vermeintlichen Kamerabewegung führen, die dann erst Bewegungsunschärfe erzeugt – das aber auch nur bei langen Belichtungszeiten, bei denen man bei Aufnahmen aus der Hand den Bildstabilisator einsetzen würde, und am stärksten bei Langzeitbelichtungen. Wenn die Verschlußzeit so kurz ist, daß auch bei Aufnahmen aus der Hand keine Verwacklung droht, kann der Bildstabilisator zumindest nicht schaden, und wenn eine längere Belichtungszeit nach einem Bildstabilisator verlangt, ist der Fall sowieso klar.
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Michael J. Hußmann |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 06/26/03
Location: Südbadische Weinstraße
Posts: 739
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Bei der Leica sollte man den Stabi immer ausgeschaltet lassen...
![]() Bei anderen Marken lasse ich ihn immer eingeschaltet und habe dadurch stets optimale Ergebnisse... ![]() Wer's nicht so recht weiß, soll mal selber Vergleichsfotos ohne und mit Stabi ab stabilem Stativ machen. Dann weiß er, wo er dran ist. Ich persönlich fotografiere nun seit vielen Jahrzehnten grundsätzlich ab Stativ (Einbein oder Dreibein) und werde gegenüber meinen "Mitbewerbern" mit den schärferen Fotos belohnt. Abgeguckt und gelernt habe ich das von bekannten und renommierten Profis... ![]()
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MfG WinSoft |
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#4 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 09/19/05
Posts: 1,335
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Quote:
Weißt Du auch etwas zu dem "Gerücht", das Aufnahmen (freihand) mit aktiviertem kamerainternen Stabi (z.B. E-3) grundsätzlich etwas unschärfer sind als (nichtverwackelte!) Aufnahmen mit deaktiviertem Stabi? Das würde sonst bedeuten: Stabi immer nur dann anschalten wenn wirklich eine Gefahr der Verwacklung droht... |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 09/25/02
Location: Europa
Posts: 6,376
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- Stabi ist immer mit einer Verschlechterung der Bildschärfe verbunden, theoretisch
- praktisch ist es eher so, dass man verwackelt aufgrund der Kombination Verschlusszeit/Brennweite. Und der Stabi kann hier den besseren Kompromiss bedeutet. - Stabi bei Staiveinsatz: bei Einbein bringt der Stabi Vorteile, bei Dreibein ist es etwas komplizierter. Wenn Wind das System bewegt, oder der Untergrund nicht sehr fest ist, kann der Stabi Vorteile bringen, muss aber nicht. - Stabi in der Kamera/Optik: in der Optik ist es immer ein Kompromiss zwischen Stabifunktion und Qualität/Aufwand der Optikrechnung. Immerhin müssen Linsen/Linsengruppen seitlich bewegt werden - bewusste Dezentrierung. Dies kann man optisch ausgleichen, aber ob es sich dann noch rechnet (Preis der Optik)? Stabi in der Kamera ist diesbezgl einfacher zu realisieren, hat aber andere Nachteile. Im Zweifel immer ausprobieren, das es auch vom eigenem Zittern und der Tagesform abhängt. Zaubern kann niemand, auch der Stabi nicht. |
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#6 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: 03/01/06
Location: Hamburg
Posts: 2,226
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Quote:
Anders gesagt: Verwacklungsunschärfe entsteht, wenn sich Bild und Sensor relativ zueinander bewegen. Das kann durch eine Verwacklung der Kamera verursacht werden, sofern kein Bildstabilisator diese kompensiert, theoretisch aber auch durch den Bildstabilisator selbst, wenn dieser versagt und in falschem Ausmaß zu korrigieren versucht. Falls Letzteres aber öfter passieren würde, dann würde der Bildstabilisator generell nicht gut funktionieren und sollte immer abgeschaltet bleiben. Korrigiert er aber so, daß die Verwacklungsunschärfe ganz oder teilweise korrigiert wird, dann kann er die erreichbare Schärfe nicht verringern. Eine kurze Verschlußzeit begrenzt übrigens die Auswirkungen jeglicher relativer Bewegungen von Bild und Sensor, ob sie nun durch die Bewegung der Kamera oder durch den Bildstabilisator verursacht ist. Und ist es nicht richtig (wie man ebenfalls gelegentlich lesen kann), daß ein Bildstabilisator bei kurzen Belichtungszeiten gar keine Wirkung mehr hätte. Daher gibt es keinen Grund, den Bildstabilisator bei Verwendung kurzer Verschlußzeiten abzuschalten.
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Michael J. Hußmann |
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