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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 11th, 2004
Posts: 291
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Meine M 3 wächst ja langsam, ein Leicameter kam schnell dazu und jetzt habe ich mir ein Summicron 2/50 (II) gegönnt. Alles in Chrom und meine Frau findet es schon lästig, daß ich jedem Besuch erstmal die Kamera zeige, bevor die erste Flasche aufgezogen wird.
Aber eine Frage: Wozu dient die Arretierung der Unendlichkeitseinstellung? Bis 10 m stelle ich die Entfernung normal ein, liegen aber Objekte weiter weg, muß ich die kleine Sperre überwinden und kann dann evtl auch noch Zwischenwerte zwischen 10 m und Unendlich einstellen. Wer kann mir dazu etwas sagen? Ich bin jetzt erstmal für ein Tage weg, kann mich also erst später für ein paar Hinweise bedanken. Gruß Detlef Last edited by detlefnarten : May 15th, 2008 at 10:23 AM. |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 4th, 2006
Location: Köln
Posts: 1,067
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Na, damit das Objektiv gegen ungewollte Verstellung gesichert ist. Der 'Pinökel' wurde ja nur verbaut bei Brennweiten von 50 und kürzer, da braucht es zwischen 10 Metern und unendlich nicht viel Scharfstellung. Beim 50-Elmar ist der Bereich auch eher begrenzt auf 16 Meter bis unendlich.
Ich kenne so viele Neunziger nicht, aber bei denen (wo auch ein Scharfstellen in diesem Bereich Sinn haben mag) gibt es die Endrastung nicht. Freundlichen Gruß Lenn |
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#5 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: December 5th, 2002
Posts: 1,888
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Quote:
Aus meiner Sicht hat die Unendlicharretierung den Vorteil, dass man bei Landschaftsaufnahmen keine Angst haben muss, den Fokus unabsichtlich von Unendlich weg verstellt zu haben. Bei Aufnahmen im Nahbereich hingegen fokussiert man ohnehin bewusst, da stört das vorhergehende Entriegeln aus der Unendlichstellung dann auch nicht weiter. Grüße, Andreas |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 11th, 2004
Posts: 291
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Danke an alle, die geantwortet haben, bin erst jetzt wieder zurück, so daß ich nicht schneller reagieren konnte.
Eigentlich soll es ja keine dumme Fragen geben und ich hatte schon Angst die berühmte Ausnahme formuliert zu haben..... Immerhin ein paar einleuchtende Vermutungen, wenn ich das so sagen darf. Aber: Die Arretierung erforderte zuerst einmal konstuktiven Aufwand und danach dann fertigungstechnischen Aufwand, war also mit Kosten verbunden. Hierfür muß es mal eine marketingmäßige Begründung (so würde man heute formulieren) gegeben haben, vielleicht zu finden in einenem alten Prospektblatt? Wenn jemand noch eine weiterführende Idee hat, wäre es interessant zu hören. Aber erstmal danke und Gruß Detlef |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 4th, 2006
Location: Köln
Posts: 1,067
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Hallo, Detlef,
ich glaube/hoffe/befürchte, dass derart betriebswirtschaftliche Gedanken der Firma Leitz früher völlig fremd waren..... Das hielt lange an. Wenn man sich Konstruktions-Details der SL2 ansieht, kommt man nicht aus dem Staunen. Aber davon wurde ja jedes Stück angeblich mit derbem Verlust und Hoffnung auf Gewinnen bei Objektiv-Verkäufen an den Kunden gebracht. Nachdem wir heute solche Teile für 'Appel und Ei' kriegen, können wir uns an der Verliebtheit ins Detail schlicht erfreuen. Lieben Gruß, Lenn |
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#8 (permalink) | ||||
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Erfahrener Benutzer
Join Date: October 18th, 2003
Posts: 321
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Vielleicht hatte der eine oder andere Experte diese Frage nur noch nicht gelesen und dann stand da schon eine Antwort: Quote:
Quote:
Deine Frage aber ist ganz gewiss nicht dumm, sie hat ihre Berechtigung! Nur deine nachfolgend zitierte Schlussfolgerung kann ich nicht ganz teilen! Quote:
(wahrscheinlich, weil sie damals nicht so unter Konkurrenzdruck standen, die (Billig-) Konkurrenz nicht so zu fürchten brauchten)! Meine Begründung: Wer sich einmal das Summaron 2,8/35 betrachtet (es hat auch eine solche Arretierung) und das gilt sicher auch für andere damalige Objektive von kürzerer Baulänge, der 'begreift', dass diese Arretierung von hohem Nutzen beim Objektivwechsel ist! Das Summaron wäre für meine globigen Finger sonst zu klein und unhandlich! Wer sich einmal daran gewöhnt hat, vermisst diese Arretierung an anderen Objektiven, die ohne diese auskommen (müssen)! Ich verdrehe beim Wechseln des Elmarit 2,8/21 jedesmal den gesamten Entfernungsring, bevor ich es lösen bzw. befestigen kann! Gerade hier (es ist ebenfalls von kurzer Baulänge) wäre mir eine solche Arretierung sehr hilfreich! Ich behaupte: man hat solche aufwändigen Baugruppen in späteren Jahren schlicht aus Kostengründen weggelassen! Grüße von Kalle |
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#9 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: October 18th, 2003
Posts: 321
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Quote:
Kalle |
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#10 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 11th, 2004
Posts: 291
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Danke noch einmal.
Der Obejektivwechsel mit Inanspruchnahme der Arretierung ist wirklich einfacher. Insofern habe ich die gebrachten Argumente "begriffen". Wünsche ein schönes verlängertes Wochenende. Detlef |
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#11 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: September 26th, 2002
Location: Black Forest
Posts: 1,155
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ich habe an einem alten 50'er cron diese Arretierung und denke dass bei Aussenaufnahmen diese Einstellung die "sorglos" Einstellung ist,
einfach arretieren und bei Blende 8 (Sonne lacht) oder 11 hat man genügend Tiefenschärfe in allen Richtungen
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"On ne peut prétendre avoir vu une chose tant que l'on ne l'a pas photographié." Èmile Zola, 1900 |
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#12 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: December 5th, 2002
Posts: 1,888
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Quote:
Andreas |
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#13 (permalink) | ||
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Erfahrener Benutzer
Join Date: October 18th, 2003
Posts: 321
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"Ein jedem wie's ihm passt!" oder auch "Suum cuique - Ein jedem das Seine" - "...und mir ein bisschen mehr!" ![]() Vielleicht hat man bei Leica zusätzlich auch Deine "sorglos" Einstellung bezwecken wollen. Das gibt dieser Arretierung ja dann noch mehr an Daseinsberechtungung und versöhnt etwas mit den rein betriebswirtschaftlich Denkenden! Nur wären Du und ich noch sorgloser, hätte man die Arretierung bei der 'hyperfokalen Entfernung' angebracht! Wie ja alle wissen, versteht man unter 'hyperfokalen Entfernung', die Entfernungseinstellung, bei der das betreffende Objektiv von nah bis unendlich 'akzeptabel' scharf abbildet! Sie liegt beim 50er und besagter Blende 8 bei 10,3 m. Das Objektiv bildet dann von 5,24 m bis unendlich alles 'akzeptabel scharf' ab! Siehe: Online Depth of Field Calculator . Bei Einstellung 'unendlich' ist aber erst ab 7,40 bis unendlich 'alles' scharf! ![]() Euch allen schöne Tage wünscht Kalle |
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#14 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: September 26th, 2002
Location: Black Forest
Posts: 1,155
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Kalle du hast recht,
sie haben es nicht auf der hyperfocalen Distanz arretiert, ich war damals leider zu jung und konnte nicht mit Rat und Tat zur Seite stehen. Wenn du mich im Hessenpark sehen willst, schicke ich denen gerne ein Portrait von mir zum aufhängen....
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"On ne peut prétendre avoir vu une chose tant que l'on ne l'a pas photographié." Èmile Zola, 1900 |
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#16 (permalink) | |
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Benutzer
Join Date: September 28th, 2007
Posts: 54
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Quote:
Es ist definitiv eine Sorglos-Einstellung (ich habe mich vor einigen Jahren mit einem der letzten alten Hasen bei Leitz diesbezüglich unterhalten), damals hatten nämlich die wenigsten Leica-Benutzer eine Ahnung, was 'hyperfocale Entfernung' ist, denn mit Leica fotografierten wohlhabende Amateure. Menschen, die ihr Geld mit der Fotografie verdienten, 'arbeiteten' mit Rolleiflex, Graflex und anderen Fabrikaten. Die Leica ist erst seit dem Korea-Krieg und der damit verbundenen Verbreitung der 'Printmedien' (hauptsächlich wegen ihrer Kompaktheit) als Reporter-Kamera massiv von Berufsfotografen eingesetzt worden. Vorher galt Kleinbild als qualitativ inakzeptabel. |
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#17 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: October 18th, 2003
Posts: 321
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Irgendwie hab ichs geahnt, dass es die von damals nicht wissen, sonst hätte ich es bestimmt nicht erklärt!
![]() Quote:
Grüße von Kalle |
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#18 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: September 25th, 2002
Posts: 4,094
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Sicher ist es so, wie wizard - ich vermeide den Klarnamen Br. Andreas,
um nicht moderiert zu werden - gesagt hat, daß die Verriegelung schon da war, bevor es Wechselobjektive gegeben hat. Sie erleichtert zumindest das Herausziehen des Tubus beim versenkbaren Anastigmat, Elmax, Elmar und Hektor und das aschließende Verriegeln des Tubus im Innenbajonett sowie vor allem das Lösen und Zurückschieben. Da istalles gut durchdacht und nichts umsonst! Das schließ nun nicht aus, daß die Verriegelung auch beim starren Summicron, 35er Elmar, Summaron und Summar wie Summilux lange beibehalten worden ist, weil es Vorteile beim Einsetzen der Objktive gibt. (In der Evolution gibt es das ja auch, daß Ausprägungen später eine neue Funktion haben: Etwa die Vogelfedern haben in der früheren Form gar nicht dem Fliegen gedient, sondern vielleicht dem Brüten.) Bei den längeren Brennweiten war das nicht nötig, da sie am Tubus angefaßt werden können. Das versenkbare Elmar 90 ist keine Ausnahme, denn hier dient die Verriegelung bei Unendlich dem sicheren Versenken des Tubus in die Camera hinein. Inzwischen haben die Objektive statt der Unendlichverriegelung eine Riffelung zum Anfassen. str. |
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#19 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: October 18th, 2003
Posts: 321
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Quote:
Dem folge ich bedingungslos! Grüße an alle, die guten Willens sind! Kalle |
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