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| Analog-Forum Im Leica Analog-Forum geht es um die klassische Silberhalogenid-Fotografie in all seinen Aspekten: Filme, Dunkelkammer und Projektion |
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#1 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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Hallo,
eben habe ich - nach rund 20 Jahren Pause - meine ersten Schwarz-Weiß-Filme wieder selbst entwickelt. Leider habe ich einen Fehler gemacht. Für das Schlussbad mit Netzmittel habe ich vergessen, destilliertes Wasser zu nehmen. Nun zeichnen sich auf der Trägerseite hässliche Spuren von Wassertropfen ab (@Rolf - ja, Du hast mir ja gesagt, destilliertes Wasser nehme - ich hab es verpennt ).Nun sind die Filme noch am Stück. Kann ich sie einfach noch mal zwei Minuten mit Netzmittel und destilliertem Wasser in der Dose wässern und die Trägerseite vorsichtig mit der Hand abstreifen? Viele Grüße Tobias PS: Ansonsten hat es viel Spaß gemacht und klappte nach der langen Pause sehr gut . Und die Negative sehen ganz ordentlich aus. Neopan 400 in Emofin (7 min entwickelt, gemessen ab Einfüllzeit, einmal in der Minute kippen zur vollen Minute bis einschließlich Minute 6, bei 7 min abgegossen, Zwischenwässerung 3x 30 sec, jeweils 3mal kippen, 5 min fixieren in Tetenal Superfix 1+4, 8 min Schlusswässern mit Jobo Cascade, danach 45 sec in Netzmittel von Tetenal) |
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#2 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: November 11th, 2004
Posts: 291
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Einfache Antwort: JA
Ob es wirklich destilliertes Wasser sein muß? Wir haben hier zwischen 25 und 29 Härtegrade (Taunusrand, nahe Frankfurt), bisher hat immer Leitungswasser und Netzmittel gereicht. Ausprobieren. Gruß Detlef |
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#3 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: January 4th, 2007
Location: Ruhrgebiet
Posts: 2,556
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Schlusswässerung sieht bei mir immer so aus: Dose mit normalem Leitungswasser (Ca. 3°C + bis -) und 5x kippen, dasselbe + 10x, dasselbe + 15x und dasselbe und 20 mal kippen. Danach raus mit dem Film und mit einer Abstreifzange mit 4 weichen Gummilipenpaaren, die ich vorher unter heißen Wasser weich gemacht habe, abstreifen. Bei hunderten von 135er und 120er Filmen noch keine Kratzer gehabt. Also kein Netzmittel, was man ja sehr gut aus der Dose auswaschen muss.
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Grüße Peter |
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#4 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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Hallo,
nun, das Wasser in Bamberg scheint in der Beziehung wesentlich schlechter zu sein als das weiche Heide-Wasser in Lüneburg, mit dem ich früher gearbeitet habe Ich war halt seeeehr vorsichtig, um den Film nicht zu zerkratzen im nassen Zustand. Ich mache gleich mal einen Versuch. Für Tipps zur Abstreiftechnik und Schlusswässerung bin ich weiter dankbar. Noch einen schönen Sonntag Tobias Last edited by flat six : May 11th, 2008 at 06:02 PM. |
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#5 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: May 17th, 2005
Location: Graz
Posts: 554
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Hallo Tobias,
...ähnlich wie Peter. Kein Gekippe, da Diffusion. Letztes Bad in dest H2O mit 1ml Amaloco H10 Netzmittel, dann ab in den Filmtrockner ohne abzustreifen. Den Filmtrockner schalte ich aber nie ein. LG Gernot
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"Ceterum censeo, digitalem esse delendam" |
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#6 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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So, ich habe jetzt beide Filme gut hinbekommen. Beide nochmal ins Schlussbad mit dest. Wasser, etwas kräftiger abgestreift, dann war der eine perfekt, der zweite musste nochmal auf der Trägerseite abgewischt werden mit einem feuchten Tuch, der hatte noch ganz leichte Schlieren.
Wenn das die größten Hindernisse sind im Laborstart, will ich mal zufrieden sein. Gruß Tobias |
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#7 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: September 26th, 2002
Location: Black Forest
Posts: 1,155
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na ja, die größten Hindernisse kommen erst,
wie interpretiere ich die Negative im Labor ist der nächste Schritt, passt die Filmentwicklung auf meine Dunkelkammer Arbeitsweise, usw. usf. Aber schön zu hören, das die Negative neben klaren Stellen auch dunkle haben, sieht so aus, als würde es vorwärts gehen. Beste Grüße und viel Erfolg
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"On ne peut prétendre avoir vu une chose tant que l'on ne l'a pas photographié." Èmile Zola, 1900 |
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#8 (permalink) |
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Benutzer
Join Date: September 10th, 2006
Posts: 71
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>>mit einem feuchten Tuch, der hatte noch ganz leichte Schlieren<<
Na denn viel Vergnügen. Nasse Filme berührt man nicht und wenn nur am Rand. Das Risiko das man mit einem noch so kleinen Staubkorn einen Kratzer über die gesamte Filmlänge macht ist einfach zu groß. Beim Vergrößern mit einem diffusen Gerät ist das zwar nicht ganz so schlimm, eine Portion Nasenfett hilft, aber nach dem Scannen stempelt man sich blöd. Einen (EINEN) Tropfen Netzmittel in dest. Wasser den Film darin gut baden, anschließend die Spule kräftig ausschlagen in einen ALDI Gefrierbeutel und in Mutters Salatschleuder. Danach staubfrei (STAUBFREI) aufhängen und die Bude nicht eher betreten bis der Film trocken ist. Danach sofort in Pergamin Hüllen und fertig ! |
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#9 (permalink) |
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Moderator
Join Date: January 5th, 2004
Posts: 4,365
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Die Methoden werden immer ausgeklügelter, das mit dem ALDI-Beutel hast Du mir noch nie gesagt
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Leica Day with C-Lux2: http://www.l-camera-forum.com/leica-...ndex.php?n=399
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#10 (permalink) |
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Benutzer
Join Date: September 10th, 2006
Posts: 71
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Man lernt ja nie aus.
Jede Plastikschleuder hat einen leichten Abrieb und der setzt sich nicht nur auf dem Salat ab, da ist es egal, man schmeckt ihn nicht, man sieht ihn nicht, aber auf dem Film da sieht man ihn! Kleine weiße Punkte, beim Scannen und auch beim Vergrößern. |
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#11 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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Hi, das mit dem Tuch war ein Versuch.
@Martin - klar, jetzt geht es erst los. Ich habe mal (vor allem für Ronald) einen Testscan mit meinem alten Canon 2700F gemacht - mal auf die Schnelle. (Ohne Stempeln, da keine Kratzer oder Staub auf dem Film )Und schon mal ein Danke an die netten Kollegen im Forum - Ihr seid schuld, dass ich mich wieder in das Hobby gestürzt habe. Grüße Tobias Last edited by flat six : May 12th, 2008 at 03:09 PM. |
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#12 (permalink) |
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Moderator
Join Date: January 5th, 2004
Posts: 4,365
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Das Steuergerät des 911ers scheint jetzt zu funktionieren oder wieder ausgebaut worden zu sein, wenn jetzt wieder Zeit für solche Duka-Spielchen übrig ist
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#13 (permalink) |
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Moderator
Join Date: January 5th, 2004
Posts: 4,365
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Nasenbaehr, wegen des Getriebe-Abriebs wurde die Plasteschleuder schnell wieder in die Küche verbannt. Klappt denn das mit den Beuteln gut? Sind das die kleinen Dinger, die man auch mit in den Flieger nimmt (für die Flüssigkeiten)? Kommen die Tropfen da nicht immer wieder zurück auf den Film bei so beengten Platzverhältnissen?
Interessante Sache!
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#15 (permalink) |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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Und da zu dem Photo auch eine Geschichte gehört, will ich sie kurz erzählen:
Das Bild entstand schon letztes Jahr, und gehört zu der vielleicht schönsten Autofahrt meines Lebens: die mit dem 356er SC von meinem Onkel. Mein Onkel kaufte den Wagen 1967, da war er zwei Jahre alt - nicht der Onkel natürlich. Das Auto lief bis etwa 1981 im Alltagsbetrieb, danach stellte er es in die Garage. Keine Zeit, kein Geld für eine Restauration. Von 2000 bis 2007 hat er den Wagen dann restauriert - in einer Garage mit Platz für 1,5 Autos. Ein kleiner Schraubstock, ein Tisch, kleines Schweißgerät - mehr hatte er dort nicht. Er ist in Rente und inzwischen über 70 Jahre alt. Zentimeter für Zentimeter arbeitete er sich durch den Wagen. Er hat versucht, so viel Substanz wie möglich zu retten, Achsen überholt, Bremsen. Innen präsentiert sich der Wagen weiter im Originallack mit schöner Patina auf den schwarzen Ledersitzen und dem alten Teppich, einige Chromteile haben leichte Bläschen. Sogar das originale Blaupunkt-Radio mit Sendersuchlauf tönt noch. 15 Meter Vierkantrohr schweißte er ein, damit sich der Wagen bei den Arbeiten nicht verzog. Am Schluss hat ein Spezialist noch mal ein paar Kleinigkeiten an der Karosserie überarbeitet - und war erstaunt darüber, wie gut der Onkel gearbeitet hatte - von den Bedingungen, unter denen das geschah, wollen wir erst gar nicht reden. Dann kam außen neuer Lack drauf, rot. Den Motor ließ er unangestastet - reinigte nur die Vergaser. Zur Konfirmation meines Neffen war ich in Lüneburg - Onkel und ich haben uns dann davon geschlichen. Sind zu seiner Garage. War schon ein erhebender Anblick, der Wagen wieder so zu sehen, wie ich ihn als Kind kannte - und oft mitfuhr. Onkel startete das Tiebwerk, setzte den Wagen aus der Garage. Stieg aus, drehte sich zu mir und meinte: Die haben gedacht, der alte Wulf bekommt den Wagen nie wieder zusammen." Wulf ist sein Familienname. Das war alles, womit er die 25 Jahre Standzeit kommentierte. Und dann fragte er: Willst Du mal eine Runde fahren? Ihr könnt Euch denken, wie es mir ging, als ich den Wagen steuerte. Ist ja nicht einfach nur ein Oldtimer, sondern ein Familienerbstück mit unersetzbarer Geschichte. Dass so ein kleines Teil über 70 000 Euro wert ist, spielt da kaum eine Rolle. Über 4500 U/min bin ich nicht gegangen - doch es war toll zu erleben, wie der 1600er mit 95 PS Biss entwickelt. Das Bild entstand beim nächsten Besuch, der Schriftzug war übrig und lag auf einer kleinen Werkbank, etwa 1/15 frei Hand bei offener Blende . Gruß Tobias Last edited by flat six : May 12th, 2008 at 03:44 PM. |
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#16 (permalink) | |
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Erfahrener Benutzer
Join Date: July 13th, 2006
Posts: 216
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Quote:
Hallo Ronald, leider noch keinen Fortschritt - aber wenn Du die Geschichte vom 356er meines Onkels gelesen hast weißt Du, in unserer Familie hat man große Ausdauer bei dem Thema Porsche. Und da gibt es auch noch einen neuen Daily-Driver, der mir etwas Sorgen macht - die Dame stammt aus Italien und hat sich da ein paar Unarten angewöhnt. Gruß Tobias PS: Jetzt entwickele ich mal ein paar 1600er. ![]() |
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#17 (permalink) |
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Moderator
Join Date: January 5th, 2004
Posts: 4,365
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Nur keine Angst vor dem Wert des Wagens, der ist doch robust. Mancher hat diesen Betrag in Form einer kleinen Leica-Ausrüstung und muß viel vorsichtiger hantieren
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