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Old 03/21/07, 09:44 PM   #61 (permalink)
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Location: bei Düsseldorf
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Default AW: "dunkelkammertechnischer" Quantensprung

Hallo lieber Leicafreund Leicas-Freund,

ich möchte Dir kurz die Funktionsweise des Gerätes erklären: Es sucht immer den hellsten und den dunkelsten Punkt eines Negativs und bestimmt anhand dessen Gradation und Belichtungszeit - und zwar ohne langes Eintesten der Papiere, da alle gängigen Sorten voreingestellt sind (bei neueun Papieren gibt es Upgrades). Für diejenigen, die die Papiersorten varieren ist das ein unschätzbarer Vorteil. Außerdem soll es Leute geben, die unterschiedliche Vergrößerungsmaßstäbe nutzen; für solche ist ein belichtungsmesser natürlich auch ein Vorteil.

Der Funktionsweise liegt der Gedanke zugrunde, dass Positive die beste Wirkung haben, wenn tiefes Schwarz und helles Weiß vorhanden ist. Diese Annahme stimmt natürlich nicht immer, aber doch meistens. Wenn man dieses Ziel also verfolgen will, dann ist eine präzise Messung und deren Umsetzung in eine konkrete Papiergradation notwendig. Das erledigt der Heiland in unglaublicher Gradation. Wenn man es einmal probiert und gesehen hat, dann weiß man, dass auch 0,2 oder 0,3 Gradationsstufen einen sichtbaren Unterschied machen können (spielt natürlich nicht immer eine erhebliche Rolle, aber manchmal ist es der Unterschied zwischen gut und fein).

Es gibt Leute, die brauchen so ein Gerät nicht, um besser zu werden (schneller und Papiersparender wird man allemal). Ich habe mal so einen kennengelernt, der nur vom Angucken des Negativs Gradation und Belichtungszeit bestimmen konnte. Aber ohne Dich zu kennen, würde ich darauf wetten, dass Du nicht dazu gehörst, auch wenn Dein Niveau hoch sein mag. Es kommt mir ein wenig so vor, als redest Du über Glühlampen, hast selbst aber nur Kerzenlicht - mit letzterem kann man auch lesen, mit ersterem geht es aber besser (bitte nicht diesen hinkenden Vergleich kritisieren, das ist zu billig).

Und zum ewigen Kostenargument: Ich glaube, jeder, der Geld für eine Leica mit Objektiven zusammenkratzen kann, kann sich in absehbarer Zeit auch ein Heiland ersparen. Man muss es nur wollen und vielleicht mal auf den Skiurlaub verzichten.

Gruß Elmar
elmars is offline   Reply With Quote
Old 03/21/07, 10:23 PM   #62 (permalink)
Leicas Freund
 
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Default AW: "dunkelkammertechnischer" Quantensprung

Quote:
Originally Posted by elmarstreyl
Hallo lieber Leicafreund Leicas-Freund,

ich möchte Dir kurz die Funktionsweise des Gerätes erklären: Es sucht immer den hellsten und den dunkelsten Punkt eines Negativs und bestimmt anhand dessen Gradation und Belichtungszeit - und zwar ohne langes Eintesten der Papiere, da alle gängigen Sorten voreingestellt sind (bei neueun Papieren gibt es Upgrades). Für diejenigen, die die Papiersorten varieren ist das ein unschätzbarer Vorteil. Außerdem soll es Leute geben, die unterschiedliche Vergrößerungsmaßstäbe nutzen; für solche ist ein belichtungsmesser natürlich auch ein Vorteil.

Der Funktionsweise liegt der Gedanke zugrunde, dass Positive die beste Wirkung haben, wenn tiefes Schwarz und helles Weiß vorhanden ist. Diese Annahme stimmt natürlich nicht immer, aber doch meistens. Wenn man dieses Ziel also verfolgen will, dann ist eine präzise Messung und deren Umsetzung in eine konkrete Papiergradation notwendig. Das erledigt der Heiland in unglaublicher Gradation. Wenn man es einmal probiert und gesehen hat, dann weiß man, dass auch 0,2 oder 0,3 Gradationsstufen einen sichtbaren Unterschied machen können (spielt natürlich nicht immer eine erhebliche Rolle, aber manchmal ist es der Unterschied zwischen gut und fein).

Es gibt Leute, die brauchen so ein Gerät nicht, um besser zu werden (schneller und Papiersparender wird man allemal). Ich habe mal so einen kennengelernt, der nur vom Angucken des Negativs Gradation und Belichtungszeit bestimmen konnte. Aber ohne Dich zu kennen, würde ich darauf wetten, dass Du nicht dazu gehörst, auch wenn Dein Niveau hoch sein mag. Es kommt mir ein wenig so vor, als redest Du über Glühlampen, hast selbst aber nur Kerzenlicht - mit letzterem kann man auch lesen, mit ersterem geht es aber besser (bitte nicht diesen hinkenden Vergleich kritisieren, das ist zu billig).
Und zum ewigen Kostenargument: Ich glaube, jeder, der Geld für eine Leica mit Objektiven zusammenkratzen kann, kann sich in absehbarer Zeit auch ein Heiland ersparen. Man muss es nur wollen und vielleicht mal auf den Skiurlaub verzichten.
Dakeschön für Deine ausführliche Erklärung.
Mit einer kürzeren etwas früher wäre ich auch schon glücklich gewesen.
Wenn ich ein solches Duka-Gerät benötige, dann kauf ich es mir und verzichte nicht auf Urlaub.

Was meinst Du denn, welche Kerzen habe ich?
Bei mir Fotografie mit Kostenargument zu diskutieren - da bist Du an der richtigen Adresse - teilweise war für mich Leica über Jahrzehnte die "billigste" Investition - wenn ich so sehe was andere alles schon in der Zwischenzeit gehabt haben und nach wenigen Jahren "erneuern", dh wegtun mußten. Leica habe ich über fast 4 Jahrzehnte "ohne Reue" kontinuierlich "gepflegt".
In meinem Alter kaufe ich mir alle Fotosachen, (fast) ohne Kostenüberlegung.
Es lohnt alles nicht.

Mein Problem ist auch, mich in meiner Technik einzuschränken - heute habe ich einen neuen PC mit Zub für meine Frau gekauft - muß ich einrichten, Dateien umschaufeln. Alle Programme wieder installieren - doch wie? Und wiederum muß der alte Schrott raus - zu mindest ein Teil. Sehen, daß ich in der digi-Bearbeitung auf meinem PC weiterkomme. Beide PCs vernetzen.

Ich habe 50 Jahre Dunkelkammergeschichte in meinem Keller, teilweise noch Baryth-Einrichtungen - da muß etwas weg.
Ich habe Masken, Uhren Lampen Wannen, Wässerer, Trockner die ich nutze.
Ich bin komplett "für Farbe eingerichtet" - doch was solls.
Ich habe das Farbmodul und das SW-Modul mit Rotfilter zum Foc V 35 - es liegt alles nur rum.
Irgendwo ist der Punkt - was bringt mich das denn nu auch noch?
Das muß jeder für sich entscheiden - ich habe mit der Gradationsbestimmung und der Belichtungszeitermittlung keine Probleme.
Zeit kostet der "manuelle" Kontrastausgleich, der mit den normalen Filmen auf fest graduiertem Papier problematisch war;
doch bei SW auf Farbfilmtechnologie und Kontrastvarialblem Papier geht es sehr gut.

Du magst es nicht glauben - wenn ich vergrößere, dann nur die eigenen Negative.
Die arbeite ich systematisch ab.
(Ausnahmen bestätigen die Regel - wenns denn mal wieder exotisch sein soll - Glasnegativ im Foc IIc zB - da lohnt doch nicht, noch Elektronik einzuüben, einzumesseen und einzusetzen. Da gibts ganz andere Probs.)
Gradation und Belichtungszeit sind dabei dann ganz klassisch leicht zu ermitteln.
Wobei ich nie nach den Wahnsinnsmethoden irgendwelcher Lehrbücher vorgehe.


Aber da hat jeder andere Präferenzen.

Für mich war der Einstieg in diese Reihe nur eine technische Frage -
was ist die Grundfunktion von Splitgrade?
- keine Glaubensfrage
LG
LF

Last edited by Leicas Freund : 03/21/07 at 11:04 PM.
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Old 03/21/07, 11:16 PM   #63 (permalink)
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Default AW: "dunkelkammertechnischer" Quantensprung

Ist das nicht auf der Webseite der Firma Heiland bestens erklärt wie dieses Gerät arbeitet und wie man es einsetzen kann?

Da ist doch ein Hinweis mit Link, warum liest das niemand und Herr Streyl muss das noch einmal erklären?

Nun denn, bei uns in Buxtehude liest auch keiner die wichtige Dorfzeitung sondern redet lieber in der Kneipe über Probleme die er nicht kennt.

Zum Wohl, Gruß aus Buxtehude
nasenbaehr is offline   Reply With Quote
Old 03/22/07, 12:18 AM   #64 (permalink)
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Originally Posted by nasenbaehr
Da ist doch ein Hinweis mit Link
Den Link habe ich gelesen - das war, wie Du vielleicht denken kannst, für mich nicht der Hammer. Wo da der Quantensprung liegt, das habe ich nicht gesehen.
Für mich - wie bereits erklärt - hätte zunächst einmal zusammenfasssend gereicht:
Belichtungssteuerung
Gradationssteuerung (ebenfalls einschl.Messung - mit 2 Filtern)
alles in bekannter Weise,von Heiland, elektronisch.
dazu Tabellen - wie auch sonst.

Also ähnlich wie das "bahnbrechende Konzept" für Farbe von Philips vor 35 Jahren mit 3 Filtern.

Aha - hätte ich mir gedacht.

Gute Nacht
LF

Last edited by Leicas Freund : 03/22/07 at 12:43 AM.
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Old 03/22/07, 12:30 AM   #65 (permalink)
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Originally Posted by elmarstreyl
Hallo lieber Leicafreund Leicas-Freund,

ich möchte Dir kurz die Funktionsweise des Gerätes erklären: Es sucht immer den hellsten und den dunkelsten Punkt eines Negativs und bestimmt anhand dessen Gradation und Belichtungszeit - und zwar ohne langes Eintesten der Papiere, da alle gängigen Sorten voreingestellt sind (bei neueun Papieren gibt es Upgrades). Für diejenigen, die die Papiersorten varieren ist das ein unschätzbarer Vorteil. Außerdem soll es Leute geben, die unterschiedliche Vergrößerungsmaßstäbe nutzen; für solche ist ein belichtungsmesser natürlich auch ein Vorteil.

Der Funktionsweise liegt der Gedanke zugrunde, dass Positive die beste Wirkung haben, wenn tiefes Schwarz und helles Weiß vorhanden ist. Diese Annahme stimmt natürlich nicht immer, aber doch meistens. Wenn man dieses Ziel also verfolgen will, dann ist eine präzise Messung und deren Umsetzung in eine konkrete Papiergradation notwendig. Das erledigt der Heiland in unglaublicher Gradation. Wenn man es einmal probiert und gesehen hat, dann weiß man, dass auch 0,2 oder 0,3 Gradationsstufen einen sichtbaren Unterschied machen können (spielt natürlich nicht immer eine erhebliche Rolle, aber manchmal ist es der Unterschied zwischen gut und fein).

Es gibt Leute, die brauchen so ein Gerät nicht, um besser zu werden (schneller und Papiersparender wird man allemal). Ich habe mal so einen kennengelernt, der nur vom Angucken des Negativs Gradation und Belichtungszeit bestimmen konnte. Aber ohne Dich zu kennen, würde ich darauf wetten, dass Du nicht dazu gehörst, auch wenn Dein Niveau hoch sein mag. Es kommt mir ein wenig so vor, als redest Du über Glühlampen, hast selbst aber nur Kerzenlicht - mit letzterem kann man auch lesen, mit ersterem geht es aber besser (bitte nicht diesen hinkenden Vergleich kritisieren, das ist zu billig).

Und zum ewigen Kostenargument: Ich glaube, jeder, der Geld für eine Leica mit Objektiven zusammenkratzen kann, kann sich in absehbarer Zeit auch ein Heiland ersparen. Man muss es nur wollen und vielleicht mal auf den Skiurlaub verzichten.

Gruß Elmar


Ich hoffe, Du hast zuhause nicht nur Glühlampen, sondern auch Normlicht, und Kerzenlicht für den angenemen Teil des Abends.
m4-2 is offline   Reply With Quote
Old 03/22/07, 08:11 AM   #66 (permalink)
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Natürlich M 4-2. Wo bist Du linksrheinisch zu Hause?

Gruß Elmar
elmars is offline   Reply With Quote
Old 03/22/07, 12:33 PM   #67 (permalink)
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Ich künnt zo Fooß zum Admin jonn ( zur Not)

Gruß
m4-2 is offline   Reply With Quote
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