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Old 11/13/06, 02:44 AM   #1 (permalink)
reprobit
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Default Leica und M8 als Chance?

Seit Monaten verfolge ich aufmerksam die zahlreichen Diskussionen hier zum Thema digitale Leica. Ich bin verwundert, überrascht und besorgt, weil sie sich ähnlich entwickeln wie die, welche ich in den Diskussionen mit Leica erlebt habe.

Positiv finde ich das unglaubliche Engagement für die Marke und die Leidenschaft, die fast alle Beteiligten ausstrahlen. Überrascht bin ich durch die Kompromissbereitschaft und teilweise den Zynismus der hier auch spürbar ist.

Bedanken möcht ich mich besonders bei den beiden Menze´s und bei Bernd Banken. Sie werden in letzter Zeit oft verhöhnt, wenn sie analytisch Schwachstellen aufzeigen und kritisch hinterfragen ob es nicht auch andere Lösungen gibt.

Erwähnenswert finde ich auch den Eifer der internationalen Teilnehmer, welche sich tief in die Technik einarbeiten und letztendlich mit dem aufschraubbaren Infrarotsperrfilter die Leica-Lösung bereits gefunden haben scheinen. Ich werde aber nicht die zahlreichen IRa Filter welche ich noch aus der Entwicklung der S1 hier herumliegen habe jetzt testen um zu sehen ob sie die erhoffte Wirkung zeigen, einfach weil ich mir die nächsten Schwierigkeiten damit einfangen würde ....

Schockiert bin ich, wenn auf sachliche Beiträge plötzlich persönlich oder sarkastisch scherzhaft reageirt wird. So macht Ronald - getrieben durch die genannten - den einzig richtigen strategischen Vorschlag und markiert ihn gleichzeitig als Scherz. So treiben Erhan, Astrid, Heiko und Bernd B. die Diskussion in die eine Richtung: Wie kann man die Zerstörung einer Kameralegende stoppen, wie kann man es richtig machen?

Verrückte Welt!

Das Codewort heisst: Sachzwang.

Bernd Banken hat die grössten Sachzwänge in seinem Beitrag 574 beschrieben:
"1. Tausende von alten Linsen warten weltweit auf eine digitale M.
2. Ohne diese würde kaum jemand eine M8 kaufen.
3. Die Maße, hauptsächlich die Nähe der Austrittslinse liegt sehr nah an der Film/ Sensorebene (uns aller Oskar hat da gepennt, leider )
4. Film M7, MP Verkäufe gehen zurück, auch die Verkäufe der neuen Linsen.
5. Leica muß die Quadratur des Kreises wagen:
6. Spezielles Design der dünnen Filtrschicht, geneigte Microlinsen, etc.
7. Die Abbildungsleistung der Linsen muß gerettet werden, ansonsten könnte man ja N+C kaufen - IR wird zuwenig gefiltert.
8. Die Fotokina steht vor der Tür - schlimmer noch --
9. Der Investor will endlich mal was in der Kasse sehen.
10. Die "Neue" blockiert die Verkäufe der M7 - siehe Kasse..
11. Man steht mit dem Rücken in der Wand.
12. Für uns Außenstehende gibt es "unnsinnige" Äußerungen/Entscheidungen."

Aus meiner Sicht kommen noch folgende Fragen hinzu:
a) informiert uns das Leica Management denn nicht seit Monaten darüber wie schierig es ist bei der kurzen Schnittweite der M eine brauchbare Lösung zu finden?
b) wissen wir denn nicht schon aus der Entwicklung der S1 wie kritisch es ist das richte IRa-Filter zu finden und zu positionieren?
c) Ist der Motor des M-Systems, der Sucher nicht auch verbesserungsbedürftig?
d) Werden die Vorteile des M-Konzepts erfolgreich in den Markt kommuniziert?
e) Muss nicht auch ein Nobel-Design-Kultobjekt in den Kernfunktionen wettbewerbsfähig sein?
f) Ist Leice nicht ungeschlagen in der Entwicklung optischer Höchstleiistungen?
g) Muss man nicht eine Digitalkamera als System entwickeln um erfolgreich zu sein?
h) Erwarte ich als Kunde von einem neuen System nicht auch neue Eigenschaften?

Wenn uns der Bauch und der Verstand sagt, dass man aus Sachzwängen einen faulen Kompromiss eingeht. Sollte man dann nicht innehalten und die ganze Angelegenheit in (Un)Ruhe von ganz vorne angehen?

Bernd
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bernd

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