AW: alte Fragen an neuen M-Benutzer
- Hängt von einem selbst ab (Brillenträger ja/nein) und den bevorzugten Brennweiten. 0.58 besonders für Brillenträger übersichtlicher (28/35mm), 0.85 höchste Fokus-Präzision für längere Brennweiten, aber 35mm nur als nicht-Brillenträger zu überschauen, 0.72 die goldene Mitte oder der faule Kompromiss ;-)
- Der (sehr empfehlenswerte) MP/M7-Sucher lässt sich nachrüsten. Generell halte ich aber M7 und MP anhand vieler kleinerer Verbesserungen für optimal und preiswert, wenn es die Finanzen denn erlauben.
- Ja, eine Geschmacksfrage. Silber ist jede zweite Digi, unauffälliger ist man da in schwarz kaum noch, silberne Optiken sind schwerer (Messing). Ich bevorzuge silber.
- Kommt wie Frage Nr. 1 auch auf Brennweiten-Vorlieben an. Alle Asph-Optiken (so wird die neueste Generationen der letzten 15 Jahre zusammengefasst) sind optisch überragend. Lichtstärke-Fans werden besonders vom 1,4/35Asph (M8: 46mm) oder vom 1,4/50Asph begeistert sein. Das 2/75 ist ein geniales, kleines Tele und ein exzellenter Kompromiss aus Größe und Lichtstärke, dabei noch verhältnismäßig Nah-fähig (70cm). So zieht es sich durch das ganze Programm, letztlich kommt es auf die eigenen Vorstellungen an.
- Die Leica bezieht einen Grpoßteil ihrer Faszination aus der optisch/mechanischen Qualität. Die Optiken sind die besten aber auch die teuersten auf dem Markt. Man kauft sich ja auch keinen Porsche und schraubt sich dann wegen dem Verbrauch einen VW-TDI rein... In Ausnahmefällen (z.B. 15mm oder andere, selten benutzte Extreme) kann Cosina aber eine Überlegung wert sein (Zeiss Ikon-Optiken sind bis auf zwei - teure - Ausnahmen auch von Cosina). Ich rate aus eigener Erfahrung zu einem vorsichtigem Aufbau des Optiksortiments, dafür kann es dann aber schon etwas teurer sein, die Langzeitfreude mach diesen Umstand wieder wett.
- S/W sollte man generell selbst entwickeln und verarbeiten, ist auch gar nicht so schwer und der optimale Ausgleich für parallele Digi-Photographie :-)
Farbe rate ich zum Dia, die Fuji-Serie (Velvia100...) aber auch Kodak hat ihre Liebhaber.
Interessant sind teilweise noch monochrome Farbnegativfilme für erste Schritte in S/W (Kodak 400CN, Ilford XP2-Super dann antürlich Fremdentwicklung).
Gerade bezüglich der Brennweiten-Frage rate ich zu ausführlichem Testen, lässt sich so generell nicht beantworten. Schonmal mit M gearbeitet? Auch eine Umstellung, für manche ein Traum, für andere unerträglich... ;-)
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