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Old 07.10.2008, 18:09   #1 (permalink)
nhabedi
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Default Knipst noch jemand digital nach "Sunny-16"?

Hallo liebes Forum,

nachdem ich in den letzten Tagen schon zu einigen Threads meinen Senf
dazugegeben habe, hier mein erster eigener Beitrag:

Morgen wird, so alles wie geplant läuft, meine (gebraucht erstandene)
M8 bei mir eintreffen und wird damit meine erste eigene digitale
Kamera sein. Ich habe ab und zu mal bei der C-Lux meiner Frau auf's
Knöpfchen gedrückt und diverse digitale Modelle ausprobiert (in diesem
Zusammenhang auch vielen Dank an die Firma Meister in Hamburg), aber
bisher war ich doch eher skeptisch. Erst die M8, die ich im Sommer
für ein paar Tage testen durfte, hat mich überzeugt. (Bis auf die
Lautstärke des Verschlusses, aber das kann man ja ändern lassen.)

In den letzten 15 Jahren habe ich nur mit meiner mir sehr ans Herz
gewachsenen M4-P photographiert, und zwar ausschließlich schwarzweiß
und fast immer mit Kodak Tri-X. Thematisch fiel das fast immer in die
Kategorie "Street Photography", also insbesondere draußen und ohne
Blitz. Ich habe meistens nach "Gefühl" belichtet (Sunny-16 plus
Erfahrung) und dabei ab und zu mit einem externen Belichtungsmesser
das einfallende Licht gemessen, um zu sehen, ob ich nicht zu sehr
daneben liege.

Am Anfang habe ich die Filme selbst entwickelt und auch selbst Abzüge
gemacht, später aus Zeitgründen die Filme entwickeln lassen, und
schließlich habe ich dann auch die Abzüge vom Fotostudio meines
Vertrauens machen lassen. Der Mangel an Zeit (und die erstaunliche
Qualität, die man mit Druckern für unter 1000 Euro inzwischen erzielen
kann) war dann auch der Grund, auf digital umzusteigen.

Nun aber nach langer Vorrede zu meinen eigentlichen Fragen: Gibt es
auch bei den M8-Besitzern welche, die den internen Belichtungsmesser
ignorieren und stattdessen extern oder gar nicht messen? Wie sind
Eure Erfahrungen? Ich war im analogen Bereich bisher eigentlich immer
zufrieden. Die Ergebnisse wären wohl im allgemeinen nichts für den
strengen Blick von Ansel Adams gewesen, aber ich hatte nie das Gefühl,
daß ich ein ansonsten gutes Photo durch falsche Belichtung total
verhauen habe.

Sind Digitalkameras da toleranter oder eher weniger tolerant? Ist
Rauschen ein Problem, daß man durch ungenaue Belichtung verstärken
kann?

Ich habe ein bißchen im Web rumgesucht und dabei aufgenommen, daß der
Dynamikbereich der heutigen Sensoren etwas besser als der von Farbdias
aber etwas schlechter als der von Schwarzweißfilmen ist. Stimmt das?
Und ist es korrekt, daß man digital im Zweifel eher ein bißchen
unterbelichten sollte, während man bei S/W-Film lieber einen Tick
überbelichtet?

Jaja, ich kann und werde das, wenn die Kamera dann da ist, auch selbst
ausprobieren, aber bis dahin würde ich gerne die Wartezeit mit den
Ratschlägen von erfahrenen M8-Photographen überbrücken...

Vielen Dank im voraus,
Edi.
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