AW: Neues im S-Format?
Für ernsthaft Interessierte und zur Immunisierung gegen Marketing-Gewäsch ein wenig mehr semi-off-topic:
Ja, es lassen sich enge Toleranzen in der Großserie erzielen, nur sind diese eben manchmal nicht eng genug. Ein Videokopf, ein Injektor etc. arbeiten an kritischen Stellen teilweise mit extremen Toleranzen - übrigens eine Spezialität deutschen Maschinenbaus.
Allerdings ist die Erzielung engster Streubreiten bei Objektiven (Oberfläche Linse, Zentrierung, Zerspanung Fassung, Montage...) ungleich schwieriger zu beherrschen. Den Beweis liefert die Industrie selbst: einfach mehrere Leica- und teure C/N-Optiken gleichen Typs untereinander ( es geht ja nicht um die absolute Leistung, sondern Streuung) vergleichen. Resultat: während sicherlich eine (z.B. von 10) Leica-Optik binnen wenigen Wochen einen Auslieferungsfehler offenbart, sind wahrscheinlich alle Massen-Optiken i.O. (oder alle weisen die gleiche Macke auf). Das ist die qualitative Konstanz der Serie. Die optischen Leistungen werden dort jedoch teils deutlich streuen, hohe Ausfallraten in der Produktion kann man sich bei den gewünschten Renditen nicht leisten, demnach wird toleriert. Nach Jahren kommt dann noch die Langzeitquali. zum Tragen, diese ist aber eher Thema der Konstruktion.
Zurück zum Thema:
Gerade im S2-Segment macht die Leica-Philosophie Sinn, letztlich heißt es doch immer wieder: "you get what you pay for" :-)
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