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Originally Posted by vbehrens
Weißt Du auch etwas zu dem "Gerücht", das Aufnahmen (freihand) mit aktiviertem kamerainternen Stabi (z.B. E-3) grundsätzlich etwas unschärfer sind als (nichtverwackelte!) Aufnahmen mit deaktiviertem Stabi?
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Das Gerücht ergibt keinen Sinn. Der Sinn des Bildstabilisators ist es, die Wahrscheinlichkeit einer Aufnahme ohne Verwacklungsunschärfe zu erhöhen, und erfahrungsgemäß klappt das auch. Nun aus den ohne Stabilisator aufgenommenen Bildern die verwackelten auszusortieren und den Rest mit allen mit eingeschaltetem Bildstabilisator aufgenommenen Bildern zu vergleichen, ist nichts anderes als ein Versuch, das Ergebnis zu Ungunsten des Bildstabilisators zu verfälschen.
Anders gesagt: Verwacklungsunschärfe entsteht, wenn sich Bild und Sensor relativ zueinander bewegen. Das kann durch eine Verwacklung der Kamera verursacht werden, sofern kein Bildstabilisator diese kompensiert, theoretisch aber auch durch den Bildstabilisator selbst, wenn dieser versagt und in falschem Ausmaß zu korrigieren versucht. Falls Letzteres aber öfter passieren würde, dann würde der Bildstabilisator generell nicht gut funktionieren und sollte immer abgeschaltet bleiben. Korrigiert er aber so, daß die Verwacklungsunschärfe ganz oder teilweise korrigiert wird, dann kann er die erreichbare Schärfe nicht verringern. Eine kurze Verschlußzeit begrenzt übrigens die Auswirkungen jeglicher relativer Bewegungen von Bild und Sensor, ob sie nun durch die Bewegung der Kamera oder durch den Bildstabilisator verursacht ist. Und ist es nicht richtig (wie man ebenfalls gelegentlich lesen kann), daß ein Bildstabilisator bei kurzen Belichtungszeiten gar keine Wirkung mehr hätte. Daher gibt es keinen Grund, den Bildstabilisator bei Verwendung kurzer Verschlußzeiten abzuschalten.