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Originally Posted by rnocke
Moin, die Leica-Optik ist nicht heller oder dunkler als andere. Es ist nur so, daß man bei einer Leica-Optik die Offenblende ohne merklichen Qualitätsabfall auch verwenden kann. Das ist der Unterschied...
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Wenn man ständig Testtafeln mit offener Blende fotografiert, ist das ein Argument, obwohl auch die bösen Japaner mittlerweile ein paar Scherben haben, mit denen das ebenfalls gut gehen würde,
aber wie sieht denn die Praxis aus?
1. Manche (typischen?) Leica-Fotografen fotografieren auch bei strahlendem Sonnenschein grundsätzlich von erdbebensicheren Stativen (siehe Fotos von Foren-Treffen).
2. Andere verwenden eine analoge M und kommen mit 100er Film bei gleichem Wetter nie unter 1/1000 und F8.
3. Wieder andere scheren sich nicht um die Theorie, sondern verwenden z. B. das bei voller Öffnung nicht gerade als besonders scharf verschriene alte Summilux M 1.4/35. Obendrein tun sie das
noch an der M8, die bekanntermaßen noch höhere Anforderungen an die Objektive stellt, als eine filmbasierte M. Und? Es ist scheißegal, weil bei einem typischen Foto mit voller Öffnung sowieso
nur eine sehr beschränkte Ebene scharf ist und sich das Hauptmotiv im Allgemeinen auch nicht in der äußersten Ecke befindet.
Beispiel gefällig?
http://www.l-camera-forum.com/leica-...tml#post545822
Ich glaube kaum, daß das gleiche Bild mit dem 1.4/35 Asph. aufgenommen, deutlich anders wirken würde. Vielleicht sogar schlechter, weil die superscharfen Nachfolger häufig ein weniger schönes
Bokeh haben, als ihre Vorfahren, weshalb hier manche für bestimmte Aufnahmen bewußt die alten Objektive vorziehen.
P. S. @ rnocke: Das ist nicht gegen Dich gerichtet, mir gingen nur mal Theorie und Praxis der Offenblendleistung von Leica-Objektiven durch den Kopf.
