AW: Gelbfilter im Digitalzeitalter?
Hallo str ,
ich kann meinem Vorredner uneingeschränkt Recht geben : Filter beeinflussen die Strahlung/Licht, dass auf den Sensor fällt.
Bei SW-Film wird durch die Filterwirkung die V/Lambda-Kurve, die ein Maß für das Helligkeitsempfinden des Auges für die einzelnen Farben ist, verschoben. In Kombination mit unterschiedlichen Sensibilisierungen des SW-Films (orthochromatisch, panchromatisch u.s.w.) kann man eine unterschiedliche Wirkung (Helligkeit) der Farben erreichen.
Der Sensor sollte diesem Helligkeitsempfinden des Auges angepaßt sein. Bei der Konvertierung von RAW-Dateien wird durch die Wahl der Farbtemperatur die gesamte V/Lambda-Kurve gleichmäßig verschoben. Das Objekt erscheint uns dann bläulich oder rötlich. Ist vor dem Objektiv bei einer digitalen Aufnahme ein Filter geschaltet, dann hat dieser Filter nach der Umwandlung in SW die gleiche Wirkung wie bei einem analogen SW-Film. Die Änderung der Farbtemperatur vor der Konvertierung wird dem Betrachter einen orthochromatischen Film oder einen orthopanchromatischen Film vortäuschen.
Gruß Horst.
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Wenn die Sonne untergeht, dann haben auch Zwerge lange Schatten.
Last edited by Horst Wittmann : 05/14/08 at 10:51 PM.
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