Thread: Mark Levinson
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Old 05/09/08, 06:41 PM   #46 (permalink)
ErichF
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Originally Posted by telewatt View Post
Die besten Potis arbeiten nicht mit "Schleifern" sondern mit Einzelwiderständen, die geschaltet werden, da ist die Abweichung gleich null, da auch keine Kohlewiderstände verwendet werden, sondern selektierte Metallfilmwiderstände.
Einfach nur "basteln" bringt nichts, etwas Ahnung sollte man schon haben. Die Schaltung selber habe ich auch nie verändert, die waren in der Rundfunktechnik sehr hochwertig.

Grüße,

Jan
Jan, ich weiß schon, das ist die BNC-Technik, mit Ein-Dekaden-Schaltern aufgebaut oder mehrstufig in Drehschaltern. Letztere Technik (18-stufig) haben wir Anfang 1980 in Anlagen eingebaut (Chlor-Alkali-Elektrolysen), die seit dieser Zeit rund um die Uhr arbeiten.

Bei langlebigen Industrie-Anlagen hat man diese Technik sehr früh eingesetzt, im Konsumenten.-Bereich begnügte man sich aus Preisgründen mit Kohleschicht-Potis, die natürlich ein erhebliches Rauschen erzeugen, das der nachfolgende Verstärker als hörbares Störsignal mit verstärkt. Übrigens sind im industriellen bereich fast nur sog. "Draht"-Potis eingesetzt worden, oft genug als 10-Gang-Wendelpoti, wenn Lineritäten im Promille-Bereich erforderlich waren.
Was ist meine sind die früheren Belastungsschaltungen der Potis, die eine zusätzliche Nichtlinearität der Einstell-Drehwinkels vom elektrischen "Schleifer"-Signal bedeutete. Erst bei den mittlerweile als "Tankstellen-OpAmp" bezeichneten Operationsverstärkern, die mit ihren extrem hohen Eingangswiderständen einwandfreie Linearität des Ausgangssignals ergaben, war dieses Problem gelöst.

Diese Professionelle und Industrietechnik haben in den 90ern die High-End-Leute auch für den Konsumenten-Bereich entdeckt und mit entsprechenden Preisen ihr Produkt als das bis dahin einmalige Nonplusultra verkauft.

Trotzdem glaube ich, wenn sich ein seriöser Bastler mit den entsprechenden Grundschaltungen vertraut macht, kann er mit gar nicht so teuren Industrie-Bauteilen eine Präzission und Zuverlässigkeit seiner Anlagen hinbekommen, die einen winzigen Bruchteil der käuflichen Kisten kosten, aber genauso gut sind. Spezeille Meßgeräte zum Einstellen lassen sich für kurze Zeit mieten, oder ein befreundetes Unternehmen hilft mal leihweise aus.
Also, mal ran, vi3elleicht zunächst an eine Reparatur, dann ein qualitatives "Upgrade" und zum Schluß die selbstgebaute Superanlage.

Gruß
Erich
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