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Originally Posted by telewatt
..einerseits muß ich dir Recht geben, aber anderseits auch nicht....mit dem Hören verhält es sich, wie mit dem Sehen!....den Meisten fehlt es am Können!...  ...der wird den Unterschied auch nicht wahrnehmen...  ..
Das hat aber nichts mit den "Voodoo" Produkten zu tun, die leider immer wieder auch von "Fachzeitschriften" für gut verkauft werden.....
Grüße,
Jan
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Gut, Jan, dann will ich Dir hier antworten, weil es wieder einigermaßen zivil zugeht; ich wollte keinesfalls die Hobbies von irgendjemanden angreifen, wenn er seinen Spaß damit hat, auch wenn sich so manche Aussagen von Hobbyisten über Dinge meines Fachgebietes für mich schon mal so anhören wie "Weltklasse-Dampfmaschine".
Neben den in der Audio-Technik benötigten passiven Filterschaltungen, bei denen wegen der irrsinnigen Toleranzforderungen die engtolerierten, aber mit sehr geringem "Kapazitäts-Volumen-Verhältnis" versehenen "Styroflex-Konsensatoren" eingesetzt werden, war damals speziell in meinem Fachgebiet mehr als 15 Jahre das Hauptproblem das Potentiometer (Poti) der Sensor-linearen Sollwertvorgabe gewesen, bis man endlich mit anreihbaren BNC-Schaltern ein Eingabemedium für Sollwertvorgaben fand, das den immer höheren Genauigkeitsanforderungen genügte, die dann von den immer besser und billiger werdenden prozessorgesteuerten Digital-Analog-Wandlern abgelöst wurden.
Vor allem die Kompensation der durchweg nichtlinearen Geber (für Temperaturen, Druck, Schall, egal was...) war jahrzehntelang eine unserer, speziell meiner Hauptaufgaben, incl. der Kontakte zu einer Unzahl von speziellen Poti-Herstellern.
Ganz so nebenbei, das allerbeste Poti-Signal wird dramatisch verschlechtert, wenn der "Schleiferstrom" mehr als ein paar Prozent des Speisestromes übersteigt. Nicht einhaltbare "Rückwirkungsfreiheit" war eines der Hauptprobleme bis Ende der 70er Jahre, bis immer bessere und zuverlässigere analoge "Integrierte Schaltungen" und entsprechende Converter-Schaltungen (A-D bzw. D-A-Converter) auf dem Markt waren.
Wenn jetzt in der Phono-Technik wieder auf die passiven Lösungen zurückgegangen wird, vielleicht ist der Grund die schwierigere Nachbaubarkeit, keinesfalls ist es das menschliche Ohr. Es gibt kein schlechteres Frequenzmeßgerät als den Gehörsinn, auch wenn er das sog. "absolute Gehör" zu haben vorgibt.
Nochmal: wer sich die Arbeit macht, selbst einen Vorverstärker oder Leistungsstufe, mit oder ohne Röhren, aufbaut oder repariert, und das Ding gibt einstellbare Töne von sich, Respekt dafür, auch vom Fachmann.
Ich habe übrigens als einer der ersten in München in 1964 eine Hochspannungs-Kondensator-Zündung mit SCR in meinem Wagen eingebaut und gefahren, selbst erstellt in der Hofmannstr. 51. Als Münchener weißt Du, wer das war.
Also, bastelt nach Herzenslust in der Elektronik rum, so wie ich meine Kameras benutze, jedem zu seinem Spaß, aber glaubt nicht jeden Unfug, den die "High-End-Händler" den ahnungslosen Kunden zu horrenden Preisen auf's Auge drücken.
Gruß
Erich