Digilux 3 - Olympus E3
Von Leica war wohl schon als strategische Idee die F/T-Technik der Digilux 3 als Brücken-Kamera für die R-Objektive in die Digital-Zeit gedacht. Dafür gibt es den Adapter, der natürlich auch an die E3 paßt.
Und weiterhin gibt es z.B. von Novoflex Adapter zu anderen älteren Objektiven, in meinem Fall zu den C/Y-Linsen der mittlerweile auch ohne Digi-Alternative dahinvegetierenden Contax RTS.
Aus meiner früheren Contax-Zeit hatte ich als "Lieblings-Objektiv" das Planar 1,4/85mm, eine ganz tolle Linse made in Germany. So nebenbei macht sie sich äußerlich sehr gut auf der Digilux 3, sie liegt auch gut in der Hand.
Durch Zufall aber fiel mir heute auf, daß speziell die Digilux 3 Probleme bei hohen Lichtstärken hat, es gibt etwa ab Blende 5,6 zunehmend starke Überbelichtungen, die bei Bl. 2 und 1,4 zu eindeutigem Schrott führen. Da wird teilweise mehr als 4 LW überbelichtet. Die Gegenkontrolle z.B. mit dem Summilux 50 brachte das gleiche Ergebnis.
Egal, welche Brennweite, egal welches Objektiv, mehr als Bl. 5,6 kann man nicht über AE belichten. Ich habe z.B. bei Bl. 8 gemessen und dann bei Bl. 1,4 5 LW manuell kürzer eingestellt, da war die Belichtung in Ordnung.
Alle diese Probleme bei AE und voller Öffnung hat die E3 nicht.
Ich weiß jetzt nicht, woran das liegt, ich glaube nicht, daß es ein individueller Fehler meiner DL3 ist, vielleicht ist es das Prinzip, daß dann auch die Pana das gleiche Problem hat.
Wenn man dies als Prinzipfehler feststellt, zusätzlich die für MF-Objektive beinahe ideale manuelle Brennweiteneinstellung für den I.S. in der E3 betrachtet, so besteht eigentlich kein Grund, an Stelle der nahezu preisgleichen E3 die Digilux 3 als Brückenkamera zu wählen.
Gruß
Erich
|