AW: Miserabler Kundendienst
Ich kann die Verärgerung sehr gut verstehen.
Wichtig ist aber genauso die Differenzierung und die Darstellung als persönlicher Fall.
Aufgrund der Erlebnisse ist dies auch nur jeweils als konkreter Fall zu schildern, Schlussfolgerungen hinsichtlich einer allgemeinen Qualitätsaussage können meiner Meinung nach nicht daraus gezogen werden.
Wir kennen keinesfalls die Zahlen der Mängelrügen, weder absolut, noch im Verhältnis zu allen CS-Vorgängen.
Nachstehend äußere ich mich nur zu Objektiven.
Mir scheinen aber dennoch einige Gemeinsamkeiten erkennbar zu sein, die auch meinen Fall in 2 Vorgängen betreffen:
Wenn bei Objektiv-Reparatur- und/oder Wartungsvorgängen Mängel aufgetreten sind, dann immer auch in Ausführungen, die nahelegen, dass eine "Endkontrolle" des gewarteten und/oder reparierten Objektives nicht stattgefunden haben kann!
- Nach Rücksendung des 1. Versuches war der Zustand schlechter und sogar mit äußerlichen Beschädigungen verbunden;
- es waren immer mehr als 2 CS-Vorgänge notwendig, bevor ein Zustand erreicht wurde, der als normales erwartbares Ergebnis zu bezeichnen wäre.
Konkrete Fälle:
A: Reparatur eines 2.8/60mm Objektives aufgrund eines gebrochenen Innenteils
Ergebnis 1. Versuch: Tiefe Schramme bis auf rohe Metall an der Einstellfassung ( hier war ein Werkzeug abgerutsch!); im inneren waren Metall und Staubablagerungen auf fast allen Linsen!
Ergebnis 2. Versuch: Austausch des beschädigten Teils, Säuberung der gerügten Ablagerungen; Reststaub höher als bei Einsendung!
Erst nach Intervention und Information des Leiters Hr. Kaufmann erfolgte dann das erwartbare Ergebnis.
B: Einstellung eines M 2/35 asph aufgrund eines Backfocus-Mangels/ Dezentrierung?
1. Versuch: Nach Rückkehr eine Verschlimmbesserung und deutliche Spuren der Bearbeitung
2. Versuch nach Mängelrüge: Verbesserung, aber noch immer keine optimale Einstellung.
( Zuletzt noch durch Wolfgang Hagen bestätigt, der auf dem letzten Treffen in Bergheim schon durch wenige Aufnahmen an einer M8 dies nachweisen konnte! Bilddateien liegen vor.) Dezentrierung?
3. Versuch: Ergebnis steht noch aus!
In beiden Fällen ist konkret erst nach mehrmaliger Bearbeitung überhaupt ein akzeptables Ergebnis erreicht worden.
Es stellt sich hier die Frage: Wie wirtschaftlich kann ein CS arbeiten, wenn er solche Nachbesserungsaktionen vornehmen muss, die im 2. + 3. Versuch deutlich Geld schlucken!
Ganz zu schweigen von dem Verlust an Vertrauen in die Qualität, wenn vor allem solche Schwankungen in den Bandbreiten der Bearbeitung auftreten, dass sogar von Beschädigungen einer vorher an den Teilen unbeschädigten Ware gesprochen werden muss.
Unzweifelhaft ist allerdings, dass bei dem Leica CS die Nachbesserungen ohne Diskussion der Kostenübernahme stattfand. Hierin habe ich mit anderen Firmen ganz andere Erfahrungen gemacht, die die Mängelrügen als unbegründet ablehnten und die Beweispflicht durch rechtsanwaltliche Hilfe erzwangen!
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MfG
Jan Welm
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