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Originally Posted by Motivfindender
kein Mensch verlangt von Leica präzise Details.
Aber es ist ja wohl nicht zu viel verlangt, wenn man als mittlerweile verärgerter Stammkunde erfahren möchte:
1) ob abwärtskompatibilität gesichert ist (Bestandssicherung)
2) zumindest VF (Rest ist mir egal) , um wieder Bildwinkel wie bei KB mit 19 mm oder 15 mm fotografieren zu können
3) AF oder zumindest Schärfeindikator
4) IS ja/nein
Diese Rahmendaten werden leica nicht schaden, sondern können nur helfen, Altkunden zu halten, von denen täglich immer mehr die Töchter anderer Väter heiraten: N, C, O, ...
und dann (das ist das eigentlich katastrophale für Leica) auf den Geschmack kommen, weil sie halt ein AF-Zoom kaufen und ob der Optisch völlig ausreichenden Qualität gleich dabei bleiben und auch die zuvor gehorteten Leicaoptiken nach und nach abgeben.
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Ich warte jetzt seit die Konkurrenz bei C,N etc. gute digi-SLR's hat, also schon einige Jahre. Im Jahr 2006 wäre es eigentlich an der Zeit gewesen eine Leica R-digital auf den Markt zu bringen die die oben erwähnten Vorgaben erfüllt, selbst bei konservativer Firmenphilosophie.
Die oben genannten Vorgaben für eine digitale R sind ja nicht schwer zu erraten, aber vielleicht schwer zu erfüllen für Leitz:
Inzwischen ist der Markt für Leica (vor Jahrzehnten Marktführer auf dem KB-Format!!!) so winzig geworden, dass der heute geforderte Produktzyklus nicht mehr finanziell zu stemmen ist, geschweige denn eine Neuentwicklung die den oben genannten Eckdaten entspricht und diese Eckdaten sind
Minimalforderungen wenn überhaupt noch Interesse geweckt werden soll.
Leitz wurde in den letzten 20 Jahren mehr und mehr zu einem Nostalgiebetrieb, eine Manufaktur für Kameras die von einem Ruf leben der schon lange vergangen ist. Warum hatten Fotografen wie Kappa eine Leica: weil die Kamera
der Zeit voraus war und gleichzeitig eine hervorragende Qualität lieferte. Heute ist sie mehr und mehr ein teures Schmuckstück für Liebhaber (und auch Snobisten), in sicherlich weiterhin guter Qualität (von Mängeln an der M8 abgesehen) aber bei veralteter Technik. Der Verbraucher macht ja häufig die Qualität am Preis fest, exklusiv eben, man ist unter sich. Das funktioniert aber in diesem Segment nicht so gut wie in der z.B. Automobil- oder Uhrenbranche. Das Eis für Leitz wird trotz M8 weiter dünner. Die Produktzyklen sind anders als früher: kurz geworden, davor kann sich auch Leitz nicht frei machen. Andere Traditionsfirmen wie Hasselblad und Rollei haben, wenn auch teils unter großen Schmerzen, die Kurve bekommen. Gibt es noch Hoffnung?