Für mich hat die Diskussion etwas Schieflage bekommen

. Da werden Kirschen mit Kokosnüssen verglichen.
Wer meine Postings gelesen hat wird wissen, dass ich kein glühender Anhänger der Chipfotografie bin. Gerade deswegen verstehe ich nicht, wie man die Vorteile oder Nachteile dieser Art der Fotografie auf die Auflösung reduzieren kann. Die elektronische Fotografie bietet viele Vorteile, z.B. die feinere Abstimmung auf die Lichtfarbe (Farbtemperatur), die feinere Abstufung der Farben, die leichtere Nachbearbeitung, usw.
Die Projektion erfordert allerdings ein anderes Vorgehen als beim Dia. Natürlich stimmt es, dass Beamer nur ca. 0.8 MPixel liefern, jedenfalls die erschwinglichen (die allerdings auch so teuer sind wie ein ganzer Park von Diaprojektoren), dass ihre Lampen ein hundsmiserables Farbspektrum haben und dass der Kontrastumfang (auch bei solchen mit Spiegelchenchip) eher lächerlich wirkt.
Die Projektion ist halt nicht die Domäne der Chipfotografie und wird von Leuten, die Fotovorträge halten, wohl auch nur selten eingesetzt.
Etwas anderes ist es in der wissenschaftlichen Welt. Da hat sich die Beamerprojektion vollständig durchgesetzt. Es gibt z.B. an Universitäten in der Regel keine Dia- oder Overheadprojektoren mehr (manchmal stehen in den Hörsälen noch alte Prados unbenutzt herum, die Pradovits sind längst über den Jordan, oder sogar Epidiascope mit klodeckelgroßen Linsen und Bogenlapen von anno Pacahondas, ein Dorado für Sammler). Für das Problem der Auflösung habe ich meine Methode vom Videofilm entlehnt: Ich zeige nacheinander auf mehreren oder gleichzeitig auf einer Powerpoint-Folie die Totale, Halbtotale, Nah- und Makroansicht. Damit kriege ich die Information 'rüber. Die Ansichten kann ich wenn nötig aus einem einzigen Dia mit einem simplen Dia(nicht Flachbett)scanner erzeugen, der Ausschnitte scannen kann. Die Diaauflösung reicht allemal. Und durch die vielen Möglichkeiten der Bearbeitung und Vorbereitung der Projektion am Computer kann ich herrliche Effekte erzielen, auch mit minimaler Auflösung und flachen Farben.