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Originally Posted by str
..... Goethe, wie andere Dichter, gebraucht das
Wort häufig, z.B. Wilhelm Meisters Lehrjahre: «Ich hatte in meinem
Leben unsäglich gelesen, und in gewissen Fächern war mir fast kein
Buch unbekannt.»
.....
Der besagte unsägliche Film von Arnold Franck ist, ich bleibe bei den
Steigerungen, kolossaler Kitsch mit einem primitiven Handlungsmuster
durch ein bißchen Sex, ein starkes bißchen mehr Ausländerfeindlichkeit
und gewaltig aufgedonnertem, letztendlich bewußt sinnlosem und
gleichwohl billigem Heroismus. Er ist insofern eine Ahnung des
Kommenden.
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Freundlichst
str.
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Sehr geehrte(s)(r) str.

Immer wieder genieße ich es im L-Forum unsäglich str. zu lesen. Ob manchmal unsägliches ?
Aber darin liegt doch der kleine Unterschied, wenn Wilhelm in der Bibliothek seines Oheim sagt er habe "unsäglich gelesen", oder wenn etwas unsäglich sei, so köstlich oder schrecklich, daß es unaussprechbar wird.
Ja, Goethe war mit seinem unsäglich(oder doch zählbar) großen Wortschatz gewiß kein Freiherr von Unterscheidungsvermögen.
Bei manchen Bergtouristen vor ca.80 Jahren mögen auch Goethes Mignon-Worte gegenwärtig gewesen sein,
....
Kennst du den Berg und seinen Wolkensteg?
Das Maultier sucht im Nebel seinen Weg,
In Höhlen wohnt der Drachen alte Brut,
Es stürzt der Fels und über ihn die Flut:
Kennst du ihn wohl?
Dahin! Dahin
Geht unser Weg; o Vater, laß uns ziehn!
oder Schillers Alpenjäger:
Es donnern die Höhen, es zittert der Steg,
Nicht grauet dem Schützen auf schwindligtem Weg,
Er schreitet verwegen
Auf Feldern von Eis, ....
wenn er, der Bergtourist, mit der kleinen Leica endlich unbeschwerter die Bergwelt fotografierend bewundern konnte (ich auch, siehe unten).
Auch den damaligen Filmemachern und ihrem Publikum waren, trotz allem anderen, solche Worte nicht fremd, wenn auch vielfach nur oberflächlich bekannt.
Aus dieser Oberflächlichkeit erwächst dann der von Ihnen beschriebene Kitsch.
Quote:
Originally Posted by str
.....ich bleibe bei den
Steigerungen, kolossaler Kitsch mit einem primitiven Handlungsmuster
durch ein bißchen Sex, ein starkes bißchen mehr Ausländerfeindlichkeit
und gewaltig aufgedonnertem, letztendlich bewußt sinnlosem und
gleichwohl billigem Heroismus. Er ist insofern eine Ahnung des
Kommenden.
.....
Freundlichst
str.
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und somit in der
Bananenrepublik gelandet mit "
Volksmusik", "
Rosamunde Pilcher" und "
Ich will hier raus..."
Gerne unsäglich str.
Philippflettner
Am Drehort mit R7