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Originally Posted by macos
Danke erst mal für die vielen Kommentare und die interessante Diskussion
Ich glaube, diese Aussage ist eindeutig zu pauschal. In PS wird oftmals nur das getan, was man früher in der Dunkelkammer auch getan hat. Nur ein wenig bequemer. Daß man dadurch, daß man mit der Maus anstatt mit dem Naßbad herumpanscht, die Auseinandersetzung mit dem Motiv aufgibt, kann man nach meinem Verständnis nicht ernsthaft behaupten. Ich glaube vielmehr, daß Du darauf anspielst, welches Ausmaß die Nachbearbeitung hat. Solange es kein Hereinrendern von Neuem oder die Nutzung artifizieller Beleuchtungseffekte ist, würde ich das immer noch als Photo bezeichnen. Und unabhängig davon anhand des Erreichten ganz einfach beurteilen, ob es mir gefällt bzw. mir etwas sagt oder eben nicht. Ob etwas mit dem Etikett "Kunst" behaftet ist oder nicht ist doch sowieso rein subjektiv bzw. marktgesteuert.
Einspruch, Euer Ehren. Wenn das Ausgangsmaterial nichts taugt wird auch nichts daraus werden können - sofern man wie gesagt von Rendern etc. absieht. Da ist es wie beim Kochen: ohne die richtigen Zutaten wird es auch mit Geschmacksverstärkern nichts. Falls jemand etwas anderes behauptet, hat er mehr Ahnung von PS als ich
Aber ich glaube, jeder hat sowieso seine eigene Meinung zu diesem Thema. Diese sollte auch jedem vergönnt sein.
Der Vollständigkeit halber und damit ein Eindruck entsteht, anbei das unbearbeitete Bild - soweit das beim Scannen überhaupt möglich ist
Grüße
Marcus
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Meine Aussage bezieht sich natürlich nicht auf die bildverbessernden Maßnahmen in PS, die ident sind mit dem was in der Duka (ja, auch da wurde Manipuliert) gemacht wurde! Ich glaube, es ist deutlich geworden, dass es mir um die ausufernde Veränderung durch Beschnitt usw. geht. So wie Motivfindender geschrieben hat: Manipulation. Die bestehenden Möglichkeiten in PS versetzen jeden in die Lage zur (Sinn)Veränderung - entsprechend häufig(er) wird davon gebrauch gemacht. Dies ist aber auch eine Manipulation der Menschen, die wir gleichzeitig beklagen! Wenn wir aber dieser Veränderung skeptisch gegenüber stehen sollten wir es auch im Forum kritisieren! Zwei Beispiele die sicher witzig gemeint sind (zumindest das erste

):
http://www.leica-camera-user.com/lan...goetzsche.html
http://www.leica-camera-user.com/men...ndelstein.html
Die Aussagen von Motivfindender, dass die Unterdrückten der Welt sich in gleichem Maße zur Wehr setzen könnten, dass es gar einen technologischen Demokratisierungsprozess gibt, halte ich für falsch. Eben weil ALLE Seiten die techn. Möglichkeiten haben, ist der Betrachter in der Zwickmühle - längst nicht zum Vorteil der Unterdrückten, denen das glaubwürdige Sprachrohr fehlt. Reportagen, wie sie z.B. Salgado (das würde ich Gemälde nennen!) uns gezeigt hat, werden immer seltener. Am Ende dieses Prozesses steht ständiges Misstrauen...
Vielleicht sind es gerade die fehlenden "schweißtreibenden Hürden", die die Bilderflut so beliebig erscheinen läßt. Ein Beispiel aus der Architekturfotografie:
http://www.heidersberger.de/scripts/...4&textid=71859
Die Aufnahme zeigt Heinrich Heidersberger bei der Arbeit.
Vor diesem Hintergrund ist meine Aussage:
"Steckte hinter dem oft großen technischen Aufwand, der früher für Architekturfotografie betrieben werden musste, eine viel größere Identifikation mit dem Objekt, so ist diese abgelöst durch das schnelle Bild, das dann am Computer verschlimmbessert wird." zu sehen!
Danke für die unbearbeitete Version
Grüße, Heiko
PS: Wir werden die Welt nicht retten
