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Old 12/27/06, 11:47 PM   #18 (permalink)
Leicas Freund
 
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Daumen hoch Es geht eigentlich um 2 Gegenlichtblenden

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Originally Posted by gerd_heuser
Einiges muß hier geradegerückt werden..
Kein Mensch muß müssen - es sei denn ..... Insbesondere nicht, wenn alles gerade ist.
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Originally Posted by gerd_heuser
Das ist zwar richtig, aber das Summaron 2,8/35 gibt es schon seit 1958...
Es wurde ein Seriennummernkreis genannt. Und der ist von 1965.
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Originally Posted by gerd_heuser
Da das Objektiv von 1958 bis 1974 gebaut wurde, kommen grundsätzlich erstmal alle von Leitz empfohlenen Streulichtblenden in Betracht.
Leitz hat keine Streulichblenden empfohlen, sondern die Leitz Bezeichnung ist Gegenlichtblende. Alles andere ist Deine persönliche Wortwahl, bei der auch der besondere Effekt der von mir genannten Blenden nicht hinreichend berücksichtigt und hervorgehoben wird - das Gegenlicht wird aufgrund des effektiv engeren Durchlasses besser abgehalten .
Alle von Leitz empfohlenen Streulichtblenden kommen in Betracht?
Wenn man denn den technischen Fortschritt und geänderte Bauformen ignoriert kann man der Ansicht sein. Wenn man allerdings den konkreten Empfehlungen von Leitz für das genannte Objektiv folgt, dann sind es nur die 2 von mir genannten deutlich besseren Ausführungen.
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Originally Posted by gerd_heuser
Richtig. Der Durchbruch ist ein gewisser Vorteil, die anderen Blenden ragen aber auch nicht so in das Bildfeld hinein, daß eine Motivbeurteilung entscheidend behindert wäre..
Ich pflege meine Motivbeurteilung zuerst nicht durch den Sucher vorzunehmen. Als Leicas alter Freund habe ich mich auch schon fast an die abgenagten Ecken gewöhnt, und Tom Mix hat sogar rückwärts sein Ziel getroffen. Der Sucher dient mir zumeist dazu, den richtigen Ausschnitt zu bestimmen, und da ist es schon wichtig, wieweit alles aufs Bild so kommt, wie ich es denke.
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Originally Posted by gerd_heuser
Entschuldigung, das ist Unsinn.
Warum soll ich Deine Wortwahl entschuldigen, von der Du schon vorher weißt, daß sie unangemessen ist?
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Originally Posted by gerd_heuser
Nicht einfach was dahererzählen! Die 12585 und die 12583 sind, verglichen mit der ITDOO und der IROOA die Blenden mit dem weitesten Öffnungswinkel, sind also rein für die Aufgabe als Streulichtblende am wenigsten effektiv. Natürlich kann man sie nehmen, insbesondere unter dem Aspekt des Durchbruchs, aber die IROOA ist in Punkto Abschattung nicht viel, aber doch geeigneter! Für die ITDOO gilt das oben gesagte...
Wie kommst Du zu der Behauptung, ich erzähle einfach so was daher?
Ich kenne die IROOA sehr gut und habe seinerzeit aus guten Gründen gewechselt zu 12 585 H. Sowohl beim Summicron 50 als auch 35 mm. Und die 12538 (die meinst Du wohl) habe ich wohlbehütet in der Schachtel - ich bleibe bei Metall. Zudem liest sich Dein vorheriger Beitrag nicht wie eine Empfehlung für die ITDOO.
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Originally Posted by gerd_heuser
Die Ansprüche an Kontrast waren also geringer als in den 60er Jahren? Daß man bei ein- und demselben Objektiv (das vielleicht im Laufe der Herstellung kleinere Detailverbesserungen erfahren hat) einige Jahre später andere Ansprüche an Kontrast gestellt hat und das mit Streulichtblenden realisiert hat ist eine
überaus kühne Behauptung, die eigentlich gar nicht kommentiert zu werden braucht.
Was glaubst Du denn, war der Entschluß von Leitz, eine aufwendigere Gegenlichtblende anzubieten - Jux und Dollerei doch nicht. Es ging einerseits darum, den Sucherausschnitt freier zu bekommen und andererseits um die Verengung zur Vermeidung von Störlicht, insbesondere auch Gegenlicht.
Du brauchst nichts zu kommentieren, aber eine höfliche sachliche Gegenargumentation wäre mir sehr willkommen.
Deine Unterstellung ist falsch:"einige Jahre später andere Ansprüche an Kontrast gestellt hat und das mit Streulichtblenden realisiert hat ist eine überaus kühne Behauptung,"
Das habe ich nicht behauptet.
Tatsache ist allerdings, daß der Kontrast eines Bildes einmal durch die reine Linsenkonstruktion ohne Störlicht gerechnet werden kann. Allerdings kommt beispielsweise der Frontlinsengestaltung eine besondere Bedeutung zu. Die Entscheidung dazu liegt in der Phase des Designs und zuerst einmal außerhalb der klassischen Objektivrechnung. Die neuen Weitwinkelobjektive von Leica – so auch das aktuelle Summilux 35 (im Gegensatz zu dem des Anfang der 60er eingeführten) - haben bevorzugt konkave, nach innen gewölbte Außen-Form, bzw. möglichst wenig nach außen gekrümmte (konvexe) Frontlinsenform.
Außerdem sind Lichtfallen im Objektiv einzusetzen - das sind meist Parameter, die der "Rechner" hinzunehmen hat. Und der Bau von Lichtfallen vor dem Objektiv - die hat das Summaron 2,8 - ist auch nicht die Entscheidung des "Rechners", das ist wie bei der Gegenlichtblende ein Beitrag überwiegend der Mechanik zur Erhöhung des Kontrastes.
Wenn ich einmal einfach unterscheiden will: Mechanik und Optik – so ist mit der Einführung der 12585 H ein mechanischer Beitrag zur Kontrasterhöhung des Bildes geleistet worden.
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Originally Posted by gerd_heuser
Ziel einer hochwertigen Objektivkonstruktion war schon seit Petzvals Zeiten ein möglichst hoher Kontrast der abgebildeten Strukturen, nur sind die Ergebnisse von Dekade zu Dekade immer besser geworden.
Es ist nicht zutreffend, dass schon immer ein möglichst hoher Kontrast angestrebt wird. Damit bekommt man z. B. auch schön "Scheinauflösungen" hin. Hierauf hat Schneider in den 60ern insbesondere hingewiesen. Leitz hat wie auch Schneider immer wieder darauf hingewiesen, daß eine Objektivrechnung ein Kompromiss zwischen Kontrast und Auflösung ist. Älteren Freunden der Leicas dürfte dies bekannt sein.
Und mit der Farbfotografie und den veränderten Sehgewohnheiten hat man bei Leitz ab Mitte der 60er zunehmend dem Kontrast gegenüber der Auflösung den Vorzug gegeben. Besonders deutlich ist diese Entwicklung beim Summicron 50 ab 1953 über Jahrzehnte nachzuvollziehen.
Und seit Petzvals Zeiten hat man andererseits die Probleme von Störlicht versucht in den Griff zu kriegen, technisch recht unabhängig von der Objektivrechnung., nacheinander oft. Aus dunklen „Kanälen“ heraus hat man beispielsweise mit langbrennweitigen Objektiven in Studios fotografiert – alles steinalte Geschichte.
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Originally Posted by gerd_heuser
Schon in den dreißiger Jahren hat man die Wirkung von Streulichtblenden genutzt und optimiert. Siehe die verschiedenen Versionen der FIKUS
Nicht erst seit den 30ern – schon länger. Doch es ist schon schwierig den Wandel von den 50er zu den 60er zu diskutieren - wollen wir denn auch noch die Problematik bei unvergüteten Objektiven aus den 30ern mit einbeziehen? Bitte nicht, bevor nicht das simple Problem der Gegenlichtblende eines Objektiv von 1965 unter besonderer Berücksichtigung der seinerzeitigen und späteren offiziellen Werkseempfehlung seriös abgearbeitet ist.
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Originally Posted by gerd_heuser
Was die Buchstaben bedeuten sollten, ist mir (und anderen) nicht klar - vielleicht gibt es endlich mal Aufklärung. Gibt es überhaupt bei einem einzigen Produkt nur durch den Buchstaben unterscheidbare Varianten?
Die Buchstaben hatten keine Bedeutung zur Unterscheidung unterschiedlicher Bauversionen, sondern eine Aufgabe. Sie dienten der Aussonderung von Fehlern bei der Datenerfassung, salopp formuliert waren es keine Prüfziffern sondern Prüfbuchstaben. Sie hatten bei der eigentlichen Datenverarbeitung keine Bedeutung mehr - es sollten nur Fehler der Datenerfassung ausgesondert werden. Deshalb durften diese Buchstaben auch nicht variiert werden. Deshalb war die Erfassung alphanumerisch vorgesehen, die Auswertungen aus Kapazitätsgründen numerisch. Den Text mußte man seinerzeit bei Listen oft selbst hinzufügen. So war es in der Zeit der Elektronenhirne weitgehend üblich.
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Originally Posted by gerd_heuser
Fake ist natürlich der erste Verdacht bei fehlendem Buchstaben, es ist aber auch bekannt, daß es eine Menge an Fehlgravuren gibt. Ich habe z.B. ein Polfilter mit EITZ statt LEITZ eingraviert.
Fehlgravuren gibt es. Allerdings sollte sich jeder Interessent fragen, ob nicht auch für einen "Sammlermarkt" produziert wird oder wurde. Wer nur ein klein wenig mit dieser Szene und entsprechenden Händlern zu tun hatte - der ist da sehr vorsichtig. Leitz und Leica Historie ist für viele ein interessantes Thema, für mich nur sehr begrenzt. Allerdings sollte es auch ein kleiner "historischer" Hinweis sein, daß es die Verwendung von rein numerischen Codes zu Zeiten der IROOA im Handelsverkehr mit den Kunden noch nicht gab.

Mir ging es insbesondere um sachliche Hinweise auf die für dieses Objektiv gültigen, „aktuellen“ Werksempfehlungen. Denn darauf hatte noch keiner meiner geneigten Vorredner hingewiesen. Und diese Hinweise könnten vielleicht JoRa bei seiner Suche dienlich sein.
Zu hoffen ist es.

Last edited by Leicas Freund : 12/28/06 at 12:00 AM.