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Heute hat Leica im Rahmen eines Events in Paris gemeinsam mit Magnum die LEICA M9-P vorgestellt.

Im Kern handelt es sich um eine LEICA M9, die für die Bedürfnisse von Profifotografen optimiert wurde. Die Änderungen betreffen ausschließlich das Äußere der Kamera – das Innenleben ist mit der aktuellen LEICA M9 identisch.

Die Änderungen an der Kamerahülle lassen sich unter dem Motto ,,unauffälliger, griffiger, härter“ zusammenfassen:

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  • Unauffälliger
    An der Vorderseite der M9-P entfallen die M9 Gravur und der rote Leica-Punkt, Leica verewigt sich auf der Kamera nur noch durch den klassischen Leica Schriftzug oben auf der Deckkappe.
  • Griffiger
    Auch beim Bezug greift Leica in den eigenen Fundus, die LEICA M9-P ist mit Vulkanit bezogen, das schon bei klassischen Leica MP Kameras zum Einsatz kam.
  • Härter
    Als Deckglas des LCD Monitors wird Saphirkristall verwendet, das zudem eine zweiseitige Antifreflex-Schutzbeschichtung aufweist.

Für einige von Euch ganz wichtig: Endlich ist auch eine M9 in Chrom erhältlich.

Die Leica M9-P hat allerdings auch ihren Preis: die unverbindliche Preisempfehlung beträgt 5995 EUR, also 500 EUR mehr als die LEICA M9. Laut Leica soll die Leica M9-P ab sofort im Fachhandel verfügbar sein.

Hier die gesamte Pressemitteilung im Wortlaut:

Neu: LEICA M9-P – Die Quintessenz der M-Fotografie

Die Leica Camera AG, Solms, stellt eine neue Version der weltweit kleinsten Systemkamera mit Vollformatsensor vor: Die Leica M9-P. Technologisch auf dem hohen Niveau der erfolgreichen Leica M9, bietet das neue M-Modell besondere Merkmale, die auf die Bedürfnisse von Profifotografen abgestimmt sind. So ist mit der M9-P das ideale Werkzeug für professionelle Anwender entstanden, die Wert auf eine kompakte, unauffällige und langlebige Kameraausrüstung legen und dabei gleichermaßen die Vorzüge der Leica M-Fotografie zu schätzen wissen. Mit dem ,,P“ im Namen, das bereits für frühere Modelle verwendet wurde, reiht sich die Kamera in die Linie der speziell auf die Wünsche von Profifotografen konzipierten Leica M-Kameras ein. Die Leica M9-P ergänzt die Leica M9. Beide Modelle existieren parallel im Markt.

Seit 1954 steht das Leica M-System für eine unverwechselbare, individuelle Art der Fotografie und eine ganz bewusste Bildgestaltung. Denn mit der Leica M entstehen anspruchsvolle und kreative Aufnahmen, bei denen der Fotograf Teil des Geschehens ist. Durch den Messsucher umrahmt er das, was er aufnehmen möchte, und behält dabei auch im Blick, was sich außerhalb des Sucherrahmens ereignet. So kann er den entscheidenden Augenblick vorhersehen und im richtigen Moment diskret und zuverlässig festhalten – bei allen Einsatzzwecken von der Reportagefotografie über Available-Light-Aufnahmen bis hin zur diskreten, künstlerisch-ästhetischen Bildgestaltung. Die Funktionen der Leica M sind stets auf hohe Robustheit und Langlebigkeit ausgerichtet. Hochwertige Materialien, eine aufwändige Fertigung und sorgfältige Montage in Handarbeit garantieren zuverlässige Kamerafunktionen über Jahrzehnte. Die volle Systemkompatibilität – nahezu alle Objektive aus dem Leica M-Programm seit 1954 können an den aktuellen M-Kameras genutzt werden – unterstützt hierbei den hohen Werterhalt der M-Reihe.

Diese Kernwerte des Leica M-Systems wurden auch bei der Leica M9-P konsequent umgesetzt. In ihrer technischen Ausstattung ist sie mit der Leica M9 identisch, typische Leica M-Produkteigenschaften wie Robustheit und Diskretion konnten im Vergleich dazu nochmals verbessert werden.

So kommt bei der Leica M9-P als Deckglas des LCD-Monitors ein äußerst kratzfester Saphirkristall zum Einsatz. Dieser ist so hart, dass er ausschließlich mit Spezial-Diamantwerkzeugen bearbeitet werden kann, und zählt zu den härtesten Werkstoffen der Welt. So ist der LCD-Schutz aus Saphirglas extrem widerstandsfähig und nahezu unzerbrechlich. Damit widersteht er in der Praxis auf Dauer vielen Belastungen, so dass die Kamera für einen zuverlässigen, langjährigen Einsatz ausgelegt ist. Durch eine zweiseitige Antireflex-Schutzbeschichtung des Deckglases wird bei der M9-P die Bildbetrachtung auch bei schwierigen Lichtverhältnissen verbessert. Auf diese Weise kann der Fotograf sein Motiv vor und nach der Aufnahme optimal beurteilen.

Ebenfalls besonders widerstandsfähig ist auch der Kamerabezug der Leica M9-P. Die ,,Vulkanit“-Belederung verfügt über eine ausgeprägte Narbung und verleiht der Kamera eine besonders gute Griffigkeit. Damit liegt die M9-P besonders sicher in der Hand, was die ohnehin einfache Handhabung der Leica M-Kamera nochmals unterstützt.

Weiteres Kennzeichen der Leica M9-P ist ihr reduziertes Design mit der Konzentration auf das Wesentliche. Viele Profifotografen, die bereits mit einer Leica M-Kamera fotografieren, kleben das rote Leica Logo ab, um möglichst unauffällig arbeiten zu können. Deshalb wurde bei der neuen Profikamera zugunsten der Diskretion gleich auf dieses Erkennungszeichen sowie auf den ,,M9″ Schriftzug verzichtet. Stattdessen ist die Kamera mit der klassischen Leica Gravur auf der Deckkappe versehen.

Die Leica M9-P ist ab sofort in zwei Ausführungen im Leica Fotofachhandel erhältlich: Einer schwarz lackierten Version sowie einer traditionellen, silbern verchromten Ausführung. Die unverbindliche Preisempfehlung in Deutschland beträgt für beide Modelle jeweils 5995 Euro.

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Andreas ist Fotoingenieur, lebt in Bonn und betreibt neben dem Leica Forum auch das Systemkamera Forum und das Fuji X Forum

8 Comments

  1. Da stellt sich jedem M9 Besitzer die Frage was der Austausch des Deckels denn wohl kostet. Und ist das Vulkanit nicht auch schon bei der schwarzen M9 dran?

  2. …in mir als M4-P-Besitzer wird der „Haben-wollen“-Reflex nahezu übermächtig… 😉

  3. Ist ein Upgrade von M9 zur M9-P möglich. Wenn ja, Wie teuer?

  4. Ein paar unsinnige Anderungen, um den Preis mit 500 Euro zu erhohen.

  5. Die äußere Form, nun ja, erfreulich immerhin, aber das Saphierglas ist höchst erfreulich und den Aufpreis vermutlich wert. Würde ich heute eine kaufen, würde ich diese Version kaufen. Wenn es geht, werde ich das Saphierglas einbauen lassen.

    str.

  6. An Jules 08/15

    Ein echtes Jagd-Werkzeug wie die Leica M (in jeder Variante) unauffälliger und stabiler zu gestalten, kann nicht unsinnig sein!
    Mit Maschinenpistolen auf Spatzenjagd zu gehen, ist wohl eher unsinnig.

    Dass es schon immer etwas teuerer war, einen besonderen Geschmack zu haben, das wissen aber nur die alten Wölfe, die jungen Wölfe müssen sich noch viele billige Kameras kaufen, um zu verstehen, dass das Billige nie das Preiswerte ist!

    Für einen guten (Berufs)-Fotografen, der gutes Geld vedient, ist es nicht schwer, einen guten Preis zu bezahlen. Jules, vergeude deine Zeit nicht mit Nörgeln oder kauf dir eine Kamera, wo der Film schon eingebaut ist: wenn du gut bist, machst du auch damit gute Bilder und die Kamera kann zerkratzen und klauen tut sie dir nicht einmal ein Junkie und niemand nimmt dich überhaupt als Fotograf ernst. Vielleicht ist ja gerade dann das, was dann letztlich den guten Jäger ausmacht: siehe Peter Falk`s „Inspektor Colombo“!

  7. An ctaxib

    Ein Jagd-Werkzeug kan ich meine M9 bestimmt nicht nennen. Ich finde Sie wunderschön, aber, ohne auto-focus, nicht geeignet für schnelle Arbeit.
    Wenn ich nur diese Kamera hatte, war ich als Berufsfotograf bestimmt nicht weit gekommen. Also: Gut im Urlaub oder wenn man sehr viel Zeit hat.
    Noch ein Tip: versichere deine Kamera, nimm Sie Jeden Abend mit ins Bett
    und bleibe fern von Junkies.

  8. An Jules 08/15

    Jules, ein Jäger weiss, wo die Beute ist, bevor es die Beute selbst weiss. Ein Jäger braucht deshalb keinen Auto-Focus und keine Versicherung.

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